Eder (Joseph Maria), Photochemiker, geb. am 6. März 1855 zu Krems an der Donau, studierte am Piaristengymnasium zu Krems, später (1871—75) an der Universität und technischen Hochschule zu Wien und habilitierte sich 1880 an der technischen Hochschule als Privatdocent für Photochemie. Im — 1882 wurde er zum Professor der Chemie an der taatsgewerbeschule in Wien ernannt. Außer seinen rein chem. Arbeiten (Bestimmung der Salpetersäurev, 1876, Untersuchung des Theeso, 1879, Pyroxylino, 1879, u. s. w.) sind besonders seine Arbeiten über die chem. Wirkungen des Lichts und die Photographie zu nennen. Von ihm rührt ein „Photometer mittels Quecksilber-Oxalato für die unsichtbaren ultravioletten Strahlen (Wien 1879, eine von der wiener Photographischen Gesellschaft preisfalen ( Schrift über die Photographie mit Chromalzen (Wien 1878), ferner eine Schrift über die chem. Wirkung des farbigen Lichts (Wien 1879) er. Er förderte namentlich die Photographie mit romsilber-und Chlorsilber-Emulsionen durch zahlreiche Untersuchungen, welche in seinem Werke „Theorie und Praxis der 9gdien 1882 mit Bromsilber-Gelatiney (2. Aufl., Wien 1882) gesammelt sind. Sein Ausführliches Handbuch der Photographier (Halle 1882) ist das umfassendste Werk über engl. und fra Von mehrern seiner Werke liegen engl. und franz. Ubersetzungen vor.