FeedEtikette
VerkehrBrockhaus 1882

Etikette, Etiquette (frz.), nennt man die herenigene Formen und Gebräuche, welche im geselligen Verkehr der vornehmen Stände beobachtet werden. In acheinden at Staaten äußert die E. ihre stärkste Macht in den auf die Person des Monwelte in beziehenden Verhältnissen, also vorzugsweise in dessen unmittelbarer Umgebung als Hofetiquette. Ursprünglich bezeichnet E. soviel als Anhängezettel, ½½ ½ Warenbezeichnung. (S. Marke und Markenschutz.) In botan. Gärten und Handelsgärtnereien bezeichnet E. die Aufschrift, welche den Namen jeder Pflanze Materiat Diese E. sind je nach ihrer Bestimmung in Material und Form verschieden. Wia Baumschulen gebraucht man angeschnittene und auf der Schnittsläche beschriebene kurze Pfähle, den einzelnen Bäumen aber hängt man ein mit dem Namen beschriebenes Bretten oder! Ar an oder rollt um einen Zweig ein Streifchen Walzblei, dem man eine den Namen vertretende Nummer eingeschlagen hat. An Standbäume hängt man nicht selten Porzellanplättchen mit eingebrannter schwarzer Schrift. Ene Topfgewächse benutzt man behufs des Einsteckens in die Erde spitz zugeschnittene Brettchen oder Zinkstreifen, bald größer, bald kleiner, je nach den Dimensionen der betreffenden Pflanzen. Glatte Holzsuiche werden mit gelber oder weißer poherte übertrichen und noch frisch mit Bleistift, polierte Zinkflächen dagegen mit einer eigens hierfür zubereiteten Tinte beschrieben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 399Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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