Habitus, s. Konstitution (mediz.) Habitus oder Tracht im botan. Sinne nennt man die Erscheinungsform einer Pflanzenart oder einer Gruppe analoger Pflanzenarten, bestimmt durch die aden (Aste und Zweige) zur Hauptachse, je nachdem sie wirtelförmig, wie bei vielen Nadelhölzern, gegenständig wie beim Bienensaug, kreuzständig, wie beim Lavendel, gabelteilig, wie bei der Mispel, zerstreut, d. h. ohne ausgesprochene Gesetzmäßigkeit geordnet sind. Hiermit hängen auch die Stellungsverhältnisse der Blätter zusammen. Im weitern Sinne wird der H. auch die Richtung des Stammes (aufrecht, schlingend, kletternd, kriechend, überhängendu. s. w.), wie auch durch die Richtung der Aste und Zweige, d. i. durch den Winkel, den sie mit der Hauptachse bilden, und andere Verhältnisse mit bestimmt, welche den Pflanzen ein eigenartiges Gepräge ver99. 1 Eine Vergleichung zwischen der ital. Pappel, der deutschen Eiche, der Trauerweide, der Birke und andern Forst⸗ und Zierbäumen, deren Laubkrone bald dicht und gedrungen, bald locker und durchsichtig, rundlich, länglich, flach u. s. w. sich gestaltet, läßt die große Verschiedenheit des 5. und seine Wichtigkeit für die Pflanzenbeschreibung, sowie für landschaftliche Gartenanlagen erkennen.