Eudo, gewöhnlicher Odo, Graf von Paris und Herzog von Francien (Isle de France), Sohn des 866 im Kampfe gegen die Normannen gefallenen Grafen Robert von Anjou. Ausgezeichnet durch seine ruhmvolle Verteidigung von Paris gegen die Normannen, wurde E. 888, als die Westfranken von dem ohnmächtigen Kaiser Karl III. dem Dicken sich abwandten, von einem Teile der Vasallen zum Könige erhoben. Andere stellten ihm aber schon 893 den Karolinger Karl den Einfältigen als König entgegen, und CE. war nicht im Stande, dies Gegenkönigtum zu beseitigen, da seine eigenen Anhänger durchaus nicht die Stärkung seiner Macht wünschten. Er starb kinderlos 1. Jan. 898, und nun wurde der schwache König Karl allgemein anerkannt, ohne darum zu wirklicher Macht zu gelangen. Vgl. von Kalkstein, Frankreich unter den ersten Capetingerno Bd. 1: „Der Kampf der Robertiner und Karoingerv, Lpz. 1877). zudo (Odo), Herzog von Burgund seit 1075, Sohn des Capetingers Robert, welcher die ältere, bis 1361 regierende burgund. Herzogslinie stiftete. Ein jüngerer Sohn E.s ist Graf Heinrich (s. d.) von Burgund, der Gründer Portugals. 4 10