Eugen (Friedrich Karl Paul Ludwig), Herzog von Württemberg, russ. General der Infanterie, der Sohn des vorigen, geb. zu Ols 8. Jan. 1788, wurde schon 1796 von seinem Oheim, dem Zar Paul, zum russ. Obersten und 1798 zum General ernannt. Er kam 1800 nach Petersburg, studierte 1802—4 in Erlangen und wurde darauf von seinem Oheim, dem Kurfürsten von Württemberg, nach Stuttgart berufen, um sich militärischen Studien zu widmen. dut Kriege von 1806 war er an der Seite seines aters, der das Reservekorps befehligte. Ende November erst begab er sich zur russ. Armee, wo er dem General Bennigsen beigegeben wurde. Nach dem Frieden befehligte er eine Brigade, nahm an dem Feldzuge 1810 in der Türkei teil und führte 1812 die 4. Division. Infolge seiner Waffenthaten bei Smolensk (17. Aug. 1812) wurde er zum Generallieutenant befördert. Ebenso ausgezeichnet wie hier bewies er sich bei Borodino, beim Uberfall von Tarutino, bei Krasnoi und, nachdem er inzwischen den Befehl über das 2. Armeekorps erhalten Band bei Kalisch. In der Schlacht bei Lützen 1813 and er anfangs in Reserve. Zu spät nach Eisdorf entsendet, um hier etwas Entscheidendes ausrichten 2— können, leistete er doch wenigstens bis zum Abend iderstand. In der Schlacht bei Bautzen verteidigte er 20. Mai die Stadt, am 21. Mai wies er den Angriff Macdonalds mit entschiedenem Erfolge ab, und beim Rückzuge behauptete er am 22. auf eigene Verantwortung den Töpferberg bei Reichenbach, bis der Abmarsch der Armee gesichert war. Nach dem Waffenstillstande, beim Vormarsch des böhm. Heers Ridch Dresden, hielt er während der Schlacht die Rückzugsstraße bei Pirna besetzt und wurde hier von Vandamme, der bei Königstein über die Elbe gegangen war, angegriffen. Dem Prinzen, Rnicht Ostermann, der in „H Geisteszerrüttung war, gebührt das Verdienst, Vandamme bei Kulm aufgehalten und die Armee gerettet zu haben. In der Schlacht bei Leipzig führte er 16. Okt. eine der vier großen Angriffskolonnen und kämpfte bei Wachau in heldenmütiger Ausdauer mit furchtbarem Verlust, am 18. bei zer sch ruhr Auch im 5e Bas von 1814 zeichnete er sich ruhmvoll aus, ei Bar und Arcis-sur-Aube, vorzüglich aber in der Schlacht bei Paris, wofür er zum General der Inanterie ernannt wurde. Obgleich sein bedeutendes eldherrntalent sich überall bewährt hatte und er ei den Truppen sehr beliebt war, so wurde ihm dennoch ein selbständiges Oberkommando nie zuteil. m Türkenkriege von 1828 befehligte er unter Dieitsch auch nur ein Armeekorps. Für die Dauer des Friedens vom aktiven Dienste entbunden, lebte er nach dem Tode seines Vaters auf der Herrschaft Karlsruhe in Schlesien, wo er 16. Sept. 1857 starb. Er schrieb Erinnerungen aus dem Feldzuge des J. 1812 in Rußlando (Bresl. 1846) und KMemoireno (3 Bde., Frankf. a. O. 1863), welche 1847 vollendet, aber erst nach seinem Tode vom General von Hobe veröffentlicht wurden. Sie geben interessante Aufschlüsse über die Verhältnisse des russ. Hofs und Heers. Vgl. Helldorf, Aus dem Leben des Prinzen E. von Württembergo (4 Bde., Berl. Eugene-City/ Hauptstadt des County Lane im nordamerit. Anionsstaat Oregon, auf dem linken Ufer des Willametteflusses, inmitten einer fruchtbaren Gegend, 200 km südlich von Portland an der Oregon-California-Eisenbahn gelegen, zählt (1880) 1127 E. und ist der Sitz der 1876 eröffneten sog. University of Oregon, einer Art mittlerer deutscher Bürgerschule.