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GeschichteBrockhaus 1882

Europa, nach der Ilias eine Tochter des Phönix, nach Hesiod und andern eine Tochter des Königs Agenor von Phönizien und der Telephassa, die Schwester des Kadmos, gewann die Liebe des Zeus, der, um sie zu besitzen, sich in einen Stier verwandelte und in dieser Gestalt an den Ufern des Meeres erschien, wo sie mit ihren Gespielinnen lustwandelte. E. fand den Stier so herrlich und so bigher daß sie es wagte, ihn zu besteigen, worauf ieser mit seiner Beute dem Meere zueilte und nach der Insel Kreta hinüberschwamm. Hier verwandelte er sich in einen damaut Jungling, der mit ihr den Minos und Rha ale. Eo nach Hesiod u. a. auch den Saspedon zeugte. Später vermählte sich E. mit Asterios, dem Könige von Kreta, dessen Name der 4Gestirnte ursprünglich offenbar nur ein Beiname des Himmelsgottes war. Vgl. über die Entführung der E. auf zahlreichen antiken Kunstwerken O. Jahn in den Denkschriften der wiener Akademie von 1870 und Overbeck in «Griech. Kunstmythologie v (Bd. 2, Tl. 1, Lpz. 1871). — E. bmn auch eine der Töchter des Okeanos und der Tet y8.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 444Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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