Ewald (Ernst), Maler, geb. 17. März 1836 zu Berlin, widmete sich anfänglich dem Hammih Studium, trat aber bereits 1855 als Schüler in das Atelier des Professors Steffeck ein und setzte 1856 —63 seine künstlerischen Studien in Paris fort, wo sich damals eine zahlreiche deutsche Unstlerkolonie befand, zu welcher Gentz, Henneberg, Brendel, Gustav und Louis Spangenberg, A. von Heyden u. a. gehörten, mit denen C. in innigen Verkehr trat. In den J. 1863 und 1864 verweilte er in Italien; hier empfing er, noch besonders angeregt durch Gottfr. Semper, die bestimmenden Eindrücke für seine weitere Lebensbahn. Seit 1864 wieder in Berlin, beschäftigte er sich am Siudum mit dekorativen Malereien und mit dem Studium der verschiedensten Arten ehetken ind: Technik; hierher Bübtiot größere Arbeiten sind: Wandgemälde im ibliothekzimmer des berliner Rathauses, Deckengemälde (Nibelungencyklus) in der Nationalgalerie zu Berlin, Ausschmückung der vom Geh. Kommerzienrat Ravené durch den Architekten en Cachem aus den Ruinen wieder aufgebauten Burg Cochem an der Mosel, Mosaiken an der Fagade des neuen Kunstgewerbemuseums in Berlin. An letzterer Anstalt ist E. seit 1869 als Lehrer, seit 1874 als Direktor der damit verbundenen Unterrichtsanstalt thätig und leitet 10 seit 1880 die königliche Kunstschule in Berlin.