Fahlerantz (Karl Joh.), einer der berühmtesten schwed. Landschaftsmaler, geb. 29. Nov. 1774 im Sprengel Stora Tuna in der Provinz Dalarna (Dalekarlien), wo sein Vater Prediger war, bildete sich in der Kunst +* eigentlichen Lehrer, indem er die heimische Natur mit Eifer studierte. F. kannte keine andere Natur als die nordische; er hatte Italien nie gesehen, aber Schweden, Dänemark und Norwegen in mehrern Richtungen durchreist. Schon zu Anfange des 19. Jahrh. genoß er als Landschaftsmaler einen ausgebreiteten Ruf und erhielt 1825 den Titel als Professor. Er starb 9. Jan. 1861. Sein Bruder, Christian Erik F., geb. 30. Aug. 1790, war 1829 Professor der Theologie zu Upsala und 1849 Bischof zu Westeräs und ist auch als Dichter bekannt. Seine Noach's arko (1825 26) wird als eine ebenso witzige wie tiefsinnige Dichtung geschätzt. Die komische Kraft liegt bei ihm in einem überraschenden Reichtum an Wortspielen, die in der schwed. Sprache schwieriger sind als in andern. Später ließ F. die epische Dichtung „Ansgarius o 1r 1835) in 14 Gesängen erscheinen. Außer vieen theol. Aufsätzen für schwed. Blätter veröffentlichte er mehrere theol. Schriften polemischen Inhalts, z. B. C. J. L. Almqvist säsom författare i allmänhet och sàsom teolog i synnerhet skärskädado (2 Tle., Ups. 1845—46), Evangeliska alliansen „ (2 Tle., Ups. 1847—48) und „Rom förr och nu (5 Tle., Stockh. 1858-61). Auch leitete er 1839—42 mit Knös und Almqvist die Ecklesiastik-Tidskrifto. Eine Sammlung seiner Schriften hat er selbst besorgt (7 Bde., Orebro 1863—66). Er starb zu Westeräs 6. Aug. 1866. — Ein dritter Bruder, Axel Magnus F., geb. 1780, gest. 7. Okt. 1854 zu Stockholm als Mitglied der Akademie und Hofbildhauer, hat sich durch seine ornamentalen Skulpturen sowie als (anonymer) Novellist einen Namen erworben.