Fahnenweihe ist eine mit einem kirchlichen Akte verbundene militärische Feier, welcher die dleserrv unterliegen, ehe sie den Truppenteilen überiefert werden. Der kirchlichen Weihe et die Nagelung des Fahnentuches an die Fahnenstange mit einer gewissen Feierlichkeit voraus, indem meist der höchste Kriegsherr den ersten Nagel zur Verbindung des Tuches mit der Stange einschlägt und ihm dann die Prinzen und Prinzessinnen des Herrscher-Naneh sowie die höchstgestellten Generale in der agelung folgen. Der kirchlichen Einsegnung folgt schließlich die Ubergabe der Fahne an den in Parade ausgerückten Truppenteil mit einer darauf bezüglichen Ansprache unter gleichzeitiger Erweisung der üblichen militärischen Ehrenbezeigungen. ähnrich hieß im Mittelalter ein Fahnenträger, der ein besonders tapferer, zuverlässiger Mann sein mußte. Demselben wurde die Fahne, das Fähnlein (der Kompagnie) mit feierlicher Anrede übergeben, und er mußte schwören, Leib und Leben bei der Fahne zu lassen, sich erforderlichenfalls darin einzuwickeln und so dem Tode zu weihen. Es gibt Beispiele, daß F. ihrem Schwure im buchstäblichen Wortsinne nachgekommen sind. Der F., bei der Reiterei Kornett (s. d.) genannt, war der jüngste Offizier, und ihm verblieb der Name, als später statt der Kompagnien und Schwadronen nur die Bataillone der Jufanterie und die Regimenter der Kavallerie Fahnen führten. Darauf ging dann die ursprüngliche Charge ein, sodaß gegenwärtig der F. Unteroffizier ist und unmittelbar hinter dem Feldwebel rangiert. Mit dieser Charge werden nur junge Männer bekleidet, welche auf Beförderung zum Offizier dienen, nachdem sie ein wissenschaftliches Examen abgelegt haben. Sie tragen das Offiziersportepee und werden daher auch Portepeefähnriche genannt.