Feldwachtmeister, der frühere Titel des Majors der Reiterei, der dann auch auf die gleiche Charge bei der Infanterie übertragen und später in Oberstwachtmeister verändert wurde, welch letztere Bezeichnung gegenwärtig noch in einzelnen Armeen bei der Anrede üblich ist; sie fügt sich systematisch in die drei Hauptklassen der Offiziere, Subalternoffiziere, Stabsoffiziere und Generale, ein, die in sich konsequent die drei Abstufungen aufweisen: Wachtmeister, Lieutenant, Hauptmann — Oberstwachtweister, Oberstlieutenant, Oberst — Generalwachtmeister, Generallieutenant, General. eldwebel, sonst Feldwaibel, bei der Kavallerie Wachtmeister, ist der erste Unteroffizier einer Kompagnie, Escadron oder Batterie. Bei den Landsknechten des 16. Jahrh. findet sich dieser Name zuerst, vom altdeutschen «weibeln», schaffen, thätig sein. Der F. hatte damals für die taktische Ordnung und Ausbildung der Mannschaft in der Fahne (Kompagnie) zu sorgen und war mit besonderer Autorität bekleidet: jetzt hat er den innern Dienst nach den Befehlen des Hauptmanns zu kommandieren, diesem alle Meldungen, Gesuche u. s. w. der Unteroffiziere und Soldaten zu bringen, die Ordnung zu überwachen, die Kompagnie zum Dienste oder Appell antreten zu lassen, zum Exerzieren abzuteilen, die Löhnung aus uzahlen, den größten Teil der schriftlichen Arbeiten, als Listen, Rapporte, Eingaben u. s. w., zu fertigen und die Dienstbücher, Journale u. s. w. zu ühren. Sein Wirkungskreis und sein Einfluß ist somit sehr wichtig, und es muß daher zum F. ein gesetzter, erfahrener, zuverlässiger Unteroffizier Gaften werden, welcher Autorität bei den Mannschaften genießt. In den meisten Fällen trägt der F. Degen (resp. Säbel) und Portepee eines Offiziers.