FeedFallgruben
TierreichBrockhaus 1882

Fallgruben, auch Wildgruben, heißen Gruben, die zu dem Zwecke gegraben werden, um größeres Wild, insbesondere Raubtiere, denen durch Büchsen und Fallen schwer beizukommen ist, zu fangen. Sie sind je nach der Stärke des Wildes, für das sie bestimmt sind, verschieden tief von 1½ bis 4m und selbst noch darüber, meistens nach unten zu etwas erweitert; oft werden im Boden der Grube ein oder mehrere spitze Pfähle eingerammt, um das hineinfallende Tier aufzufangen und zu spießen. Die Grube wird mit schwachem Stangenholze zugedeckt, mit Reisig oder Laubzweigen überlegt und darauf ein Köder befestigt. In Mitteleuropa ist diese Fangmethode kaum noch gebräuchlich, hingegen im Norden werden F. für Bären und Wölfe angelegt, in Asien und Afrika für Hyänen, Panther, Tiger, Löwen, selbst für Rhinocerosse und Elefanten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 548Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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