Fama (lat.; grch. un) wird als Personifikation des Gerüchts oder der Sage schon von Hesiod geschildert und heißt bei Sophokles ein Kind der Hoffnung. Sie hatte in Athen einen Altar. Virgil nennt F. die jüngste Tochter der Erde, die Schwester des Enceladus und Cöus. Die Erde gebar sie, um sich wegen Niederwerfung ihrer Söhne, der Titanen und Giganten, an den Göttern zu rächen. Ovid beschreibt ihre Wohnung als einen Palast mit tausend offnungen und aus tönendem Erz gemacht.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 556Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei