FeedFamine (Port⸗)
MusikBrockhaus 1882

Famine (Port⸗), d. i. Hungerhafen, an dem Famine-Reach genannten Teile der Magellansstraße und an der Ostseite der Brunswickhalbinsel, des südlichsten Teils Patagoniens, in 535 38“ 15“ südl. Br., wo der span. Kapitän Pedro Sarmiento de Gamboa 1584 die Kolonie San-Felipe anlegte. Von den 300 Kolonisten starben 298 den Hungertod; einer der Überlebenden wurde 1587 von Cavendish aufgenommen, der den Platz Port-Famine benannte. Als 1843 Chile den Platz in Besitz nahm, wurde hier ein Fort gebaut und eine Strafkolonie angelegt, letztere aber später nach Punta-Arenas, 45 km nördlicher, verlegt, wo die Gegend für Ackerbau und Viehzucht geeigneter ist. Dieselbe hat 915 E. . (Alexander Sergiewitsch), russ. Komonist, geb. 5. Nov. 1841 zu Kaluga, studierte in Petersbur Naturwissenschaften, wandte sich aber dann der Musik zu und war 1862—65 in Leipzig Schüler von Hauptmann, Richter und Riedel. Er wurde 1866 Professor der Musikgeschichte am petersburger Konservatorium, 1870 Sekretär der Russischen Musikgesellschaft. F.komponierte Streichquartette, Klavierstücke, eine Oper (ESardanapalo) und Lieder; auch ist er Mitarbeiter an verschiedenen russ. Musikzeitschriften und übersetzte mehrere theoretische Werke von Richter, Marx, Dräseke u. a.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 559Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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