Fämund, See im norweg. Hochgebirge, größtenteils im Amt Hedemarken, nahe bei Röraas (s. d.). Bei einer Länge von 58 km (von N. nach S.) beträgt das Areal 202 àkm, die Höhe über dem Meeresspiegel 670 m. Seine Ufer sind spärlich bewohnt und nur im Sommer von Sennenwirtschaft belebt. In den umgebenden Waldungen, die für die Kupferminen bei Röraas ausgebeutet werden, haust das Elentier. Das östl. Ufer gehörte früher dem Kirchspiele Särna-Idre; als dieses 1645 schwed. Besitz ward, war F. ein Teil der Reichsgrenze. Die Norweger drangen aber immer weiter gen Osten, und ihre Annexionen wurden in der Grenzenregulierung von 1751 anerkannt. Aus dem F. strömt der Tryssil-ely nach Schweden, wo er den Namen Klarelfven (s. d.) führt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 560Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei