FeedFasel
TechnikBrockhaus 1882

Fasel, Bezeichnung eines bestimmten Ges chlechts, beziehungsweise Alters beim Rinde und Schweine. Faselstier oder Faselochs ist ein ein⸗ bis dreijähriges männliches Rind; F. oder Läuferschwein nennt man die zur Mast bestimmten, ein-bis zweijährigen, meistens castrierten Schweine beiderlei Geschlechts, 01. im ersten Jahre Kleinfasel, im zweiten Jahre Großfasel. asel oder Dolichosbohne, s. u. Dolichos. aser und Faserstoff, s. Fiber und Fibrin. aser ist in der Botanik im allgemeinen die Bezeichnung für Zellen, die eine spindelförmige Gestalt besitzen, d. h. langgestreckt sind und an beiden Enden spitz zulaufen. Zugleich verbindet man mit dem Begriff F. die Voraussetzung, daß die Zellen, welche mit diesem Namen bezeichnet werden, eine ewisse Zugfestigkeit besitzen, sodaß sie als Rohstoffe für die Textilindustrie oder in anderer Weise technische Verwendung finden können. Es gehören demnach nicht bloß Bastzellen (s. Bast) und ähn-Psa Clemente, die im Gewebeverband in der Pflanze vorkommen, hierher, wie die Bastzellen des Leins, des Hanfs, der Linde u. s. w., sondern auch solche faserähnlich gebaute Zellen, die als Haare auf der Oberfläche von Pflanzenteilen stehen, wie unter anderm die Baumwolle. In der botan. nTerminologie ist der Ausdruck F. nicht gebräuchlich, man hat hier für solche Zellen, die langgestreckt „sind und an beiden Enden spitz zulaufen, die Bezeichnung Prosenchym eingeführt; hierunter werden aber nur diejenigen Zellen gerechnet, die im Innern der Pflanze sich finden und die genannten Eigenschaften haben, nicht aber die auf der Oberfläche stehenden Haare. (S. Prosenchym.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 594Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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