FeedFaustkampf
Sport & SpielBrockhaus 1882

Faustkampf gehörte zu den gymnastischen übungen der Griechen, bei denen er Pygme, und der Römer, bei denen er Pugilatus hieß. Um die flache Hand trugen die Kämpfer Riemen aus hartem Rindsleder (Cästus, s. d.), die auch, namentlich in der spätern Zeit und bei den Römern, mit Knoten, Buckeln und mit eingenähtem Blei und Eisen versehen waren, um die vornehmlich gegen den Kopf des Gegners zu richtenden Schläge noch furchtbarer zu machen. In der griech. Heldensage war der eine der Dioskuren (s. d.), Polydeukes, als Faustkämpfer efeiert. Mehrere plastische Darstellungen von Faustkämpfern haben sich aus dem Altertume erhalten. Als volkstümlich besteht eine Art von F., das Boxen (s. d.), jetzt noch bei den Engländern.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 610Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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