Faustina, Name der 141 n. Chr. gestorbenen Gemahlin des röm. Kaisers Antoninus Pius und deren 175 gestorbenen Tochter, welche mit dessen Nachfolger Marcus Aurelius Antoninus vermählt war. Beide, namentlich die zweite, sind wegen sittenlosen Lebens berüchtigt. Ihr Andenken zu ehren, wurden nach ihrem Tode sowohl von Antonin als Mare Aurel Stiftungen für arme Mädchen, welche puellae alimentariae Faustinianae genannt wurden, gemacht. Eine Ehrenrettung der jüngern F., welche auch von ihrem eigenen Gemahl in dessen Betrachtungen über sich selbsto gerühmt wird, hat Wieland versucht.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 610Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei