Feigenbaum, charakteristische Fruchtform entsteht aus einem gemeinsamen Blütenboden, welcher krugförmig nach oben und am Scheitel einwärts gebogen und hier durch Schuppen verschlossen ist. An der innern Wand des hohlen Blütenkrugs (uypanthodium), welcher zur fleischigen Frucht auswächst, stehen die Blüten, später die Früchtchen (Nüßchen). Die F. gehört somit in die Kategorie der sog. Scheinfrüchte, bei denen mit dem reifen Fruchtknoten noch andere ihm benachbarte Teile, Deckblätter, Kelchblätter, Schuppen u. s. w., verbunden sind.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 640Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei