Feigwarzen oder Condylome nennt man gewisse krankhafte Wucherungen der obern Hautschichten und gewisser Schleimhautpartien, welche sich als begrenzte, bald flache, bald warzenförmige, bald Len al (hahnenkammförmige) Erhebungen darstellen, auf deren Oberfläche sich eine Feuchtigkeit absondert. Man unterscheidet zwei ganz verschiedene, scharf voneinander zu sondernde Arten von F., das spitze oder gewöhnliche Condylom, eine warzenförmige, meist gestielt aufsitzende Wucherung der Haut, welche durch den andauernden Reiz scharfer blennorrhöischer Sekrete (bei weißem Fluß, chronischer Ruhr, Tripper u. s. w.) in der Umgebung der männlichen und weiblichen Genitalien und des Afters entsteht und in der Regel bei fleißiger Reinigung der betreffenden Teile und Anwendung von zusammenziehenden und austrocknenden Mitteln (Alaun, Sabine, Tannin u. a.) von selbst wieder verschwindet, und das breite Condylom, eine breite, flache, meist rundliche, leicht in Verschwärung übergehende Erhebung der Haut und der Mundschleimhaut lim letztern Falle auch Schleimpapel genannt), welche ein Symptom der konstitutionellen Syphilis ist, durch Ansteckung sehr leicht übertragen wird und nur durch eine energische Behandlung des Grundleidens, nämlich der Syphilis (s. d.), entfernt werden kann.