Ferrigni (Piero Francesco Leopoldo Coccoluto), bekannter unter dem Pseudonym Horick, ital. Schriftsteller, geb. zu Livorno 15. Nov. 1836, galt seit seiner frühesten Kindheit als ein Wunderkind, dessen außerordentliches Gedächtnis in seinen Schul- und Studienjahren großes Aufsehen erregte. Seine erste Bildung erhielt er durch Hauslehrer, besuchte sodann das Gymnasium zu Pisa, worauf er zu Siena dem Studium der Rechtswissenschaften oblag. Im J. 1859 nahm er thätigen Anteil an der polit. Bewegung seines Vaterlandes, wurde mit einer diplomatischen Mission beauftragt, dann zum Sekretär beim Kriegsministerium ernannt und trat hierauf als Freiwilliger in das franz.⸗ital. Heer ein, zuerst unter General Uloa, dann unter Garibaldi, als dessen Privatsekretär er fungierte und von welchem er mit einer vertraulichen Mission an den König Victor Emanuel betraut wurde. Nachdem er den Feldzug nach Sicilien mitgemacht, ließ er sich 1864 als Advokat in Florenz nieder. F. ist der geistvollste und beliebteste Feuilletonist Italiens. Er begann seine schriftstellerische Laufbahn 1854 als Mitarbeiter mehrerer florentinischer Zeitschriften und ist seit 1868 der geschätzteste Mitarbeiter der „Gazzetta del Popolov, der Nazionev, des von ihm mitbegründeten Fanfullad und anderer Journale. Ungemeine Verbreitung fanden seine Flugschriften, von welchen diejenige über die Mahlsteuer in 750000 Exemplaren gedruckt wurde. In Buchform sind von ihm (meist in mehrern Auflagen) erschienen: (Viaggio attraverso I'Esposizione italiana del 1861% (Flor. 1861), Cronache dei bagni di mare, Fra quadrise statues (Mail. 1872), La festa dei tiorin (Flor. 1874), Vedi Napoli e poi. 5 (Neap. 1877; zum Teil deutsch in der Kölnischen Zeitungo), „Su e giù per Firenze (Flor. 1877), La verità intorno al progetto di leggé per la tassa sui teatrio (Flor. 1879), cPasseggiater (Flor. 1879), Climatologia Viennese (Flor. 1881). Ferri⸗ oder Ferridverbindungen sind die der Oxydreihe entsprechenden Eisenverbindungen.