Ferro, span. Hierro, die westlichste und unter den bewohnten die kleinste der den Spaniern gehörigen Canarischen Inseln (s. d.), zählt auf 275 qkm (1877) 5421 CE. Sie ist ein halbmondförmiges, bis 1520 m hohes Gebirge, ein Teil eines Kraters, der nach der vom Meere erfüllten Seite, dem Golfo, steil abfällt, während er sich auf der Außenseite allmählich abdacht, von vielen Lavaströmen und kleinen vulkanischen Kegeln bedeckt. Die Insel ist fruchtbar, zum Teil mit schönem Kiefern „NLorbeer- und Crikawalde bedeckt und liefert die schönsten canarischen Feigen. Ihr Hauptort ist der auf der Nordostseite gelegene Flecken Valverde. F. ist geographisch namhaft als Ausgangspunkt der Meridianlegung. Die deutschen Geographen halten vielfach noch am Meridian von F. fest; die Engländer rechnen nach Greenwich (17e 397 51“ östlich von F.), die Franzosen nach Paris (20° östlich von F.), die Nordamerikaner nach Washington (59 23“12“ westlich von F.). (S. Länge, geographische.)