FeedGran-Canaria
ErdkundeBrockhaus 1882

Gran-Canaria, die zweitgrößte der Canarischen Inseln, 1667 qkm groß, mit 90030 Bewohnern in 21 Ortschaften. Die Insel, von 56 km Durchmesser, hat eine rundliche Gestalt und ist ein domförmiger erloschener Vulkan; an die Nordostseite s chließt die kleine Halbinsel Isleta von neuerer vulkanischer Bildung. Zwischen dem 1951 mhohen Pico de los Pechos, dem 1862 m hohen Nublo und dem 1849 mhohenSaueillo ist der weite, tiefe Schlund der sog. Caldera eingesenkt. Wegen ihrer Produktion ist diese Insel die wichtigste des Archipels; es gedeihen auf ihr alle Kulturpflanzen Europas und des Orients, und die Pflanzungen sind überall in gutem Zustande. Auch Rindvieh⸗, Schaf⸗ und Ziegenzucht sind erfolgreich. Die Insel besitzt mehr als 100 Seeschiffe und zahlreiche Fischerboote. Las Palmas, Hauptstadt der Insel und der östl. Civilprovinz des Archipels, an der Nordostküste, zählt (1877) 17661 E. und ist Festung mit einer schönen got. Kathedrale, einem bischöflichen Palast, Schiffswerften, Seebädern und Schulen. Der Handel ist lebhaft. Der alte canarische Herrschersitz ist das Städtchen Galdar. G. wurde 1478—83 von den Spaniern erobert.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 284Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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