Fes (ital. fa bemolle, frz. fa bémol, engl. fflat), in der Musik der um einen halben Ton erniedrigte Ton f; er wird durch und ein vorgezeichnetes h bezeichnet und ist bei Tastinstrumenten dem Tone e gleich. Als Grundton eines Accords trifft man ihn nie an, ebenso wenig als den einer Tonart, also weder Fes-dur noch Kes-moll. es, oriental. Kopfbedeckung, s. Fez. es, Sultanat und Stadt in Afrika, s. Fez. esän, s. Fezzan. 5 esca (Friedr. Ernst), deutscher Violinspieler und Komponist, geb. 15. Febr. 1789 zu Magdeburg, machte musiktheoretische Studien, zuerst bei Zachariä und Pitterlin in seiner Vaterstadt, dann 1805 bei Aug. Eberhard Müller in Leipzig. Dort, wie später in Oldenburg und Kassel, wirkte er als Violinist im Orchester, bis er 1815 als Konzertmeister nach Karlsruhe berufen wurde. Frühe Kränklichkeit hinderte seine Thätigkeit; er starb 24. Mai 1826 zu Karlsruhe. Er komponierte auch Kammer⸗ und Orchestermusik, geistliche und weltliche Gesangstücke und einige Opern. Sein Sohn, Alexander Ernst F., geb. zu Karlsruhe 22. Mai 1820, erhielt seine höhere musikalische Ausbildung in Berlin und brachte 1838 die einaktige Oper „Mariettes in Karlsruhe zur Aufführung. Sodann unternahm er seit 1839 einige Jahre Kunstreisen als Klavierspieler. Im J. 1841 ließ er die Oper „Die Franzosen in Spanieno über die karlsruher Bühne gehen. Später lebte er in Braunschweig, wo er 21. Febr. 1849 starb. Von F.s Liedern und Klavierkompositionen waren manche sehr beliebt.