Fibroid, Fibrom oder Fasergeschwulst, eine krankhafte Geschwulst, welche vorwiegend aus fibrösem Gewebe (s. d.) besteht und an den verschiedensten Stellen des Körpers vorkommen kann. Am häufigsten findet man Fasergeschwülste auf der äußern Haut, im Unterhautzellgewebe, an der Knochenhaut und in gewissen Körperhöhlen (Nasen-⸗, , Kehlkopf⸗ und Gebärmutterhöhle), auf deren Schleimhaut sie mit einem bald kürzern, bald längern Stiele aufsitzen und vielfach als Polypen d9bezeichnet werden. Sie haben eine bald weichere, rbald härtere Konsistenz, eine meist rundliche Gestalt und wechselnde Größe, vom Umfang eines Stecknadelkopfes bis zu dem eines Mannskopfes. Bissweilen bestehen die Fibrome nicht aus einem Fasergewebe, sondern es beteiligen sich auch noch andere „(Gewebe an ihrem Aufbau; in einem solchen Falle spricht man wohl auch von einem Fibrochondröm (Faserknorpelgeschwulst), Fibrolipom (Faserfettgeschwulst), Fibromydm (Fasermuskelgeschwulst), Fi bromyxöm (Faserschleimges chwulst) oder einem Fibrosarkoöm (Faserfleischgeschwulst). Das Wachstum der Fibroide ist meist ein se hrelangsames; über ihre Ursachen ist noch wenig bekannt. Gewöhnlich entwickeln sie sich erst im mittlern Lebensalter, doch kommen sie auch bisweilen angeboren vor. Hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Organismus gehören sie im allgemeinen zu den gutartigen Geschwülsten, doch können sie auch gelegentlich Anlaß zu langwierigen Blutungen oder heftigen Nervenschmerzen geben. In diesem Falle sind sie durch Ausschneiden, Abbinden oder Galvanokaustik zu entfernen.