FeedFielding (Anthony Vandyke Copley)
TechnikBrockhaus 1882

Fielding (Anthony Vandyke Copley), Aquarellmaler, geb. zu London 1787, einer der Begründer der Wasserfarbenmalerei, welche Technik in seinem Heimatlande bis heute mit Vorliebe geübt wird. Er selbst, dem sein Vater, der Porträtist Theodore F., Unterricht gegeben hatte, ist stilistisch noch vielsen im Geiste seiner Zeit befangen; er malte meienteils Landschaften. Die Gesellschaft der londoner Aquarellmaler wählte ihn 1831 zu ihrem Präsidenten. Er starb 3. März 1855 in Brighton. Gter, acb (Henry), berühmter engl. Romandichter, geb. 22. April 1707 zu Sharpham-Park in Somersetshire, stammte aus der Familie der Grasen von Denbigh, die ihren Stammbaum von den Habsburgern ableitet. Seine Bildung erhielt er in der Schule zu Eton und auf der Universität Leiden, kehrte aber vor beendigten Rechtsstudien nach London zurück und schrieb nun für die Bühne. Der seinen beiden ersten Stücken Love in several masksv und «The Temple beauo zuteil gewordene Beifall blieb ihm nicht treu, und von seinen sämtlichen, 1727 — 36 zur Aufführung gekommenen 28 Lustspielen und Possen sind außer Tom Thumbo nur noch The mock doctoro und The intriguing chambermaido gekannt. Auch seine polit, Streitschriften und Flugblätter wurden wenig beachtet. Erst mit seinem Roman 4 Joseph Andreys o (Lond. 1742; deutsch von Oertel, Meiß. 1802) betrat er die Bahn zu litterarischem Ruhme. Durch Tom Jones (Lond. 1749; deutsch von Bode, Lpz. 1786 —88; von Lüdemann, Lpz. 1826) und Amelia (Lond. 1751) erhob er den engl. Roman zu klassischer Höhe. F. war inzwischen Schauspieldirektor, Landwirt, Sachwalter und Journalist gewesen; schließlich wurde er Friedensrichter, und als solcher schrieb er seine Romane, welche durch reiche Erfindung, Kraft und Wahrheit in der Charakterzeichnung und eine seltene Kenntnis des menschlichen Herzens für alle Zeiten fesseln werden. Zur Herstellung seiner Gesundheit schickten ihn die Arzte nach Portugal; unterwegs schrieb er eine unvollendet gebliebene KVoyage to Lisbono Lond. 1755). Er starb zu Lissabon 8. Okt. 1754. Seine gesamten Schriften erschienen in London 1762 (4 Bde.), 1784 (10 Bde.), 1808 (14 Bde.), 1851 (2 Bde.), in der edinburgher «Novelists' Librarys (1821) mit biograph.ritischer Einleitung von Walter Scott und öfter. Vgl. Lawrence, „Life and times of F.v (Lond. 1855).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 796Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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