Figeac, Dauptstädt eines Arrondissements im ranz. Depart. Lot, in dem tiefen Thale des Lotzuusses Celé und an den Linien Périgueux-Figeacoulouse und Capdenac-Arvant der Orléansbahn, 67km im ONO. von Cahors, in 200m Höhe, in einer wald⸗ und weinreichen Gegend, angenehm gelegen, hat ein Tribunal erster Instanz und zwei Friedensgerichte, ein Kommunal-College, eine Bibliothek, eine Ackerbaukammer, ein Gefängnis, ein Hospiz, eine prächtige Brücke und einen 1290 m langen Eisenbahntunnel. Auch befindet sich hier ein Denkmal Champollions, des hier geborenen großen Agyptologen, eine mit Hieroglyphen überdeckte Pyramide. Die Stadt weist noch Spuren alter Wälle und viele Häuser aus dem 13. Jahrh. auf. Das Schloß (Chäteau de Balĩene), jetzt in den Justizpalast umgewandelt, hat noch sein altes Burgverlies. Zwei schöne Kirchen, St.⸗Sauveur, die zu einer ehemaligen Abtei gehörte, und Notre-Dame du Puy aus dem 12.Jahrh., welche die obere Stadt dominiert, gehören ebenfalls zu den monumentalen Gebäuden. Die Stadt zählt (1876) 5660 (Gemeinde 7333) E., die Leinwand⸗ und Baumwollzeugfabrikation, Färberei und Lohgerberei, sowie Vieh⸗ und Weinhandel betreiben. F. verdankt seine 00m Papt der von Pipin 755 gegründeten und vom Papst Stephan II. geweihten Benediktinerabtei Fidiacus (auch Figiacus) im Pagus Cadurcinus (der spätern Grafschaft Cahorsin oder Quercy). Die Stadt wurde von den Hugenotten 1568 vergebens belagert, 1576 aber erobert und blieb bis 1622, wo die Königlichen die Feste schleiften, einer ihrer Waffen⸗ und Garnisonsplätze. igieren (lat.), Flüssiges verdicken. igig, Oase in der marokkan. Sahara, in 32 18 547 nördl. Br. und 23 26 54“ östl. L. (von Ferro) gelegen, etwa 10starke Tagereisen von Oran und sechs im NO. von Tafilet entfernt, 14 qkm groß, ist gut bewässert und von großer Fruchtbarkeit. Die 10 Dörfer der Oase umzieht eine 2 m hohe Mauer mit 4 m hohen Türmen; von den 10 — 15000 Bewohnern kommen 4000 auf den Hauptort Senäga, der ein wichtiger Markt ist. F. erkennt die Oberhoheit des Sultans von Marokko an. Jedes Dorf regiert indessen ein Marabu, deren Einfluß bis in die Provinz Oran merklich ist. Die teils berberischen, teils arab. Bewohner sind sehr kriegerisch, sodaß die Dörfer untereinander sich dauernd im Kriege befinden. Sie fabrizieren und verhandeln Wollzeuge, Waffen, Schießpulver und Datteln, und empfangen von den Nomaden der Umgegend Schafe, Ziegen, Butter, Wolle, Häute und Teer. Topferkunf