Monbuttu, ein Volk Centralafrikas, welches zwischen dem 3. und 4. nördl. Br. und ungefähr zwischen dem 28. und 29.“ östl. L. (von Greenwich) einen fruchtbaren Landstrich von ungefähr 13700 qkm bewohnt. Die M. weichen in Betreff der körperlichen Bildung von den im Norden wohnenden Negerstämmen ab; die Hautfarbe ist kaffeebraun, die Nase etwas vorspringend. Die Industrie steht bei den M. auf einer bedeutenden Stufe, während der Ackerbau ganz vernachlässigt und die Viehzucht gar nicht betrieben wird. Den hauptsächlichsten Ertrag liefert die Jagd. Gleich den Niam-Niam sind die M. Kannibalen. Von der Sprache der M. ist nichts bekannt. Vgl. Schweinfurth, Im Herzen von Afrikav (2 Bde., Lpz. 1874; neue Ausg. in einem Bande 1878).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 816Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei