FeedFinger
TierreichBrockhaus 1882

Finger (digitus) nennt man die das vordere Dritteil der menschlichen Hand 6⁰ bildenden fünf kleinern Gliedmaßen. Jeder F. besteht aus drei Danmnens me oder Phalangen, mit Ausnahme des umens, welcher deren nur zwei hat. Die F. sind mit den Mittelhandknochen durch ein ziemlich freies Gelenk verbunden; unter sich bilden die Phalangen aber nur ein sog. Scharniergelenk (das bloß im Winkel vor⸗ und rückwärts auf⸗ und zugeht). Längs der Phalangen verlaufen die Sehnen der Finger⸗, Beug- und Streckmuskeln. Darüber breitet sich eine gemeinsame sehnige Hülle, ein Dedand und die äußere Haut, welche hier, besonders an der Fingerspitze, die reihenweise auf den feinen Hautleistchen stehenden sog. Tastwärzchen trägt, die eigentümlich gebauten Enden der Gefühlsnerven, die das Gefühl vermitteln. Die große Beweglichkeit 2— — gestattet einen ausgedehnten Gebrauch dieser Tastorgane. Ferner sind die verschiedenen Kunstfertigkeiten, wodurch sich der Mensch vom Tier unterscheidet, namentlich durch seine Fingerbeweglichkeit bedingt. Aus diesem Grunde sind aber auch die F. vielen Edngen Pans z. B. Stichen und Wunden, Eiterbildungen (Panaritium) und der Einbohrung von Parasiten (Krätzmilbe, Nagelpilz) sehr ausgesetzt. (S. Fingerentzündung.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 817Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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