Fitel. (lat.), Rohr, Röhre; in der Chirurgie Fistel. Fistüla eucharistiae, eine Trinkröhre, der man sich bis ins 13. Jahrh. in der röm. Kirche beim Genuß des Abendmahlweins bediente, um etwaiges Verschütten desselben zu vermeiden. Fistulina Bull., Pilzgattung aus der Gruppe der 1 11 Der gemeine Leberpilz, auch Zungenpilz genannt, F. hepatica Fr., wächst rasenförmig an alten Stämmen von Laubbäumen; der Hut ist zungen⸗ oder leberartig ausgebildet, oder auch von anderer Gestalt, anfangs blutrot und weich fleischig, später dunkler gefärbt und holzig; das Hymenium befindet sich auf der Unterseite desselben und bildet cylindrische Röhren, die nicht miteinander verwachsen sind. Der Hut erreicht eine Breite von ½ m und ist mit der einen Seite angewachsen oder kurz gestielt. Solange das Fleisch noch weich ist, kann dieser Pilz gegessen werden, später wird er ungenießbar. Er findet sich in Deutschland ziemlich häufig und hauptsächlich an alten Eichenstämmen. Fitchburg, gewerbreiche Stadt, Handelsmittelpunkt des nördl. Teils und einer der Countysitze des County Worcester im nordamerik. Unionsstaat Massachusetts, am Nashua-River, 65 km westnordwestlich von Boston und 37 km nördlich von Worcester gelegen, zählt (1880) 12 499 E., darunter 2471 Ausländer. F. bildet den Ausgangspunkt der sachmetts der F.⸗Worcester und der Vermont-Massachusetts-Eisenbahn. Handel und Wandel blühen. Der Nashua liefert vorzügliche Wasserkraft. Besonders entwickelt ist die Fabrikation von Stühlen, Dampf⸗ und andern Maschinen, von Baumwoll- und Wollwaren, von Papier (zehn Papiermühlen), Handwerkszeugen und Nähmaschinen. F. hat zehn Kirchen, ein Rathaus, gute öffentliche Schulen, eine höhere Bürgerschule, sechs Banken und eine 1859 gegründete öffentliche Bibliothek mit (1880) 11000 Bänden. In der Umgegend sind neuerdings größere Granitsteinbrüche eröffnet wor⸗ [den. Früher ein Teil von Lunenburg, wurde F. im J. 1764 als besonderer Flecken und 1872 als Stadt inkorporiert. Fit fabricando faber, s. unter Faber.