Flores (Juan Jose), südamerik. General, geb. 1801 zu Puerto Cabello in Venezuela, kämpfte als Jüngling unter Bolivar im sidamerit. Unabhängigkeitskriege, wurde 1822 Bolivars Adjutant, 1823 Kommandant von Pasto, befehligte 1828 das Heer im Feldzuge gegen Peru und erfocht bei Tarqui einen Sieg. Nach der Auflösung des Bundesstaates Columbien 1830 schloß er sich dem neugebildeten Staate Ecuador an. F. leitete 1831— 35 als Präsident die gesamte Verwaltung, wurde 1839 abermals Präsident, aber durch einen in Guayagquil ausgebrochenen Aufstand 1843 vertrieben, versuchte 1852 mit peruanischer Hilfe sich nochmals der Herrschaft zu bemächtigen, wurde jedoch 14. März bei Lumbas, unweit Guayaquil, geschlagen. Im J. 1860 gelang es indessen F., sich Guayaquils zu bemächtigen und seinen Gegner, General Franco, 8. Aug. bei Babahoyo zu schlagen, doch wurde er nicht Präsident, sondern nur Gouverneur von Guayaquil. In dem Kriege gegen Columbia führte F. das Heer von Ecuador, wurde jedoch vom General Mosquera bei Cuaspud 6. Dez. 1863 geschlagen. F. starb zu Guayaquil 1. Okt. 1864.