Föhr, zum Kreise Tondem der preuß. Provinz ame Somare gehörige Insel in der Nordsee, etwa 80 akm groß, ist von dem nächsten Hafen Dagebüll 9 km entfernt und ifal mit Husum in während — Dagebüll eine solche täglich zweimal stattfindet. Der westl. Teil, Westerland-F., 1* bis 1864 zum dän. Amte Ripen. F. ist in dr Kirchspiele geteilt und bildet mit Amrum (f. einen Landvogteibezirk von 4260 E.; die füdl. Hälfte der Insel besteht aus hoher, sandiger, aber dennoch fruchtbarer Geest, die nördliche dagegen aus angeschwemmter Marsch, die von hohen Deichen geschügt wird. Waldung findet sich gar nicht. Die Dörfer liegen fast alle auf der Grenze zwischen Marsch und Geest. Auf der Geest findet man auch zahlreiche Grabhügel, während ein mächtiger Ringwall, die sog. Burg beim Dorfe Borgsum, in der Marsch liegt. Die Bewohner von F. und Amrum gebrauchen als Volkssprache einen besondern nordfries. Dialekt, während seit der Reformation Kirchen⸗ und Schulsprache deutsch ist. Die Männer sind als tüchtige Seeleute bekannt, und in deren Abwesenheit besorgen die Weiber neben den häuslichen Geschäften ½ Ackerbau und Viehzucht. Einen eigentümlichen Erwerbszweig bilden die fünf sog. Vogelkojen, in welchen zur Herbstzeit die wilden Krikenten in großer Zahl gefangen werden. Auch sind in der Nähe ergiebige Austernbante. Der an der Südostküste belegene Flecken Wyk mit (1880) 1043 E., Sitz eines Amtsgerichts, hat seit 1819 ein vielbefuchtes Seebad. Nur 6 km westlich von Wyk liegt das ansehnliche Dorf Nieblum mit der großen und schönen St. 4 F. und ihr Vgl. Schiödte, „Die Nordsee⸗ 07 und ihr Seebady (Hamb. 1866); Weigelt, Die 5. 18753. Inseln vormals und jetzt (2. Aufl., Hamb. 1 öhre, s. unter Rueser öhrencassia, s. unter Cassia. öhrenschwärmer, s. Fichtenschwärmer.