Forchtenstein, festes Schloß der fürstl. Esterhäzyschen Familie, die daselbst ihren Familienschatz und die reiche Waffensammlung aufbewahrt; ersterer besteht zumeist aus Juwelen und war vor allem zur Loskaufung eines Esterhäzy bestimmt, wenn derselbe in die Gesangenschaft der Türken geraten war; jeder Majoratsherr hatte diesen Schatz zu verwahren. Die Burg bestand schon im J. 1192. Dieunam Esterhäzy hielten daselbst ihre besondere urgmiliz (Leibwache) bis in die neueste Zeit. Mit dem am Fuße des Schloßbergs liegenden Marktflecken Forchtenau (s. d.) ist das Schloß durch eine prachtvolle Allee verbunden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 954Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei