Beschleunigung, Acceleration, f., frz. accElération, f., engl. acceleration, ist die Stärke oder Größe der Aenderung in der Geschwindigkeit eines Körpers; sie ist entweder positiv (Beschleunigung) oder negativ (Verzögerung), je nachdem die Geschwindigkeit zu-oder abnimmt, ferner ist sie gleichmäßig oder ungleichmäßig, je nachdem die Zu- oder Abnahme der Geschwindigkeit (in gleichen Zeiträumen) in gleicher Stärke oder in veränderlicher Stärke erfolgt. Bei der gleichförmig veränderten Bewegung läßt daher die Acceleration sich durch diejenige Zu- oder Abnahme an Geschwindigkeit messen, welche in der Zeitsekunde stattfindet; bei jeder andern Bewegung hingegen ist das Mäß der Acceleration diejenige Zu- oder Abnahme an Geschwindigkeit, welche ein Körper erhalten würde, wenn von dem Augenblick an, für welchen man die Acceleration angeben will, dieselbe unveränderlich würde, die Bewegung also in eine gleichförmig veränderliche überginge. Die Schwerkraft ertheilt jeder Körpermasse in jedem Zeitmoment dieselbe Beschleunigung und verursacht dadurch eine gleichförmig beschleunigte Bewegung (s. d.), wirkt also als beschleunigende Kraft; diese B. für die Sekunde gerechnet bezeichnet man durch g und der Werth derselben ist 93631 m. E 31½ preuß. Fuß, 30,0 Par. Fuß, 3220 engl. Fuß, 31,3 Wiener Fuß. Es ist dies der Weg, den ein fallender Körper im luftleeren Raum (wo der Luftwiderstand nicht als eine fremde Kraft mitwirken kann) in einer Sekunde durchlansen würde, wenn er die zu Ende der ersten Sekunde erlangte Geschwindigkeit beibehielte. — Zuweilen findet man auch die Hälfte dieses Werthes durch g bezeichnet. Doch ist diese Auffassung (gleich 15,½25 preuß. Fuß, als Länge des Weges, den der fallende Körper im luftleeren Raum während der ganzen ersten Sekunde durcheilt) nicht mehr i ScHhε⁰ο. Heschlihung, geschlötung, f. (Wssrb.), das künstlich beförderte Anhäufen od. Ansetzen von Schlick auf 298 Boden der Flußbetten u. das Anhängen des Schlicks an Schleusenthüren etc. Vgl. d. Art. Aufschlickung u. Anhägerungsarbeiten. Wenn ein genügend breites und konsistentes Vorland (Schlickwatt) bereits vorhanden ist, welches schon außer der täglichen Flut liegt, braucht man blos dasselbe zu begruppen, d. h. man zieht (schließt) vom Deichfuß bis an den Schlick in Entfernungen von ca. 8 m. Grben von 2 m. Breite und 1 m. Tiefe, indem man die dadurch gewonnene Erde auf das Terrain vertheilt. Die durch die Fluten allmählich mit Schlick sich füllenden Gräben werden von Zeit zu Zeit ausgeschlötet (geschlämmt) und das Ausgehobene ausgebreitet, bis dadurch das Terrain die gewünschte Höhe erhalten hat.