Bossirwachs, Modellirwachs, n. Zum Bossiren in Wachs a) zu gröberen Arbeiten: eine Mischung von 3 Theilen Terpentin, 5 Th. Wachs und etwas Baumöl od. Schweinefett; um demselben die beim Bossiren störende Durchsichtigkeit zu nehmen, wird es mit Mennige od. Zinnober versetzt. b) Zu Blumen, Arabesken, Thieren: 1 Kkg. reines weißes Wachs wird in einem irdenen Gefäß geschmolzen, dann setzt man 132 g. reines Schweineschmalz, u. nach einer kleinen Weile 132 g. schwarzes Pech hinzu; dieser Mischung fügt man noch 66 g. Zinnober zu, der auf einer Glas⸗ oder Marmorplatte mit einem dergl. Reiber mit Terpentinöl abgerieben worden ist, wonach die Masse gut, aber behutsam, unter einander gerührt 2— Haben sich alle Theile gut aufgelöst, so wird die Masse in eine aus angefeuchtetem Papier gefertigte Form Senoisen, doch muß dieses unter fortwährendem Umrühren geschehen, damit sich die Farbe nicht zu Boden setzen kann. Ist die Masse erkaltet, so kann sie zum Bossiren dienen. e) Zu noch feineren Arbeiten muß es mehr Härte haben; um dies zu erlangen, nimmt man nur die Hälfte Schweineschmal von obigem Rezept dazu.