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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Bohnerz, Linsenerz, frz. ker pisiforme, fer en grains, engl. pea-iron-ore, bone-ore, körniger Thoneisenstein‚, eine Abart des Brauneisensteins, besteht aus Eisenoxyd u. Wasser, mit mehr oder weniger beträchtlichem Antheil von Thon u. Kieselerde, kommt auf Lagern u. Spalten in verschiedenen Kalkformationen vor, und es werden bes. aus dem gemeinen Thoneisenstein in England große Massen Erz gewonnen. M. n., frz. cirage, m., pàte f. à vernir, pate & cirer, encaustique, f., engl. polishing-wax, rubbing-wax, encaustic mixture. 1) 125 g. ögrädiges gelbes Wachs wird zerschnitten u. mit 38 g. Seife in 2 J. starker Seifensiederlauge unter stetem Umrühren so lange gekocht, bis die Flüssigkeit weißlich aussieht und 1 Finger breit eingekocht ist; in die abgekühlte Masse thut man eine Lösung von 70 g. Leim in 1 J. Wasser u. 4 g. Gummi-arabicum in ¼ J. Wasser, ½ J. Spiritus u. 120 gr. Satinober od. die entsprechende Menge Goldocher, Orleans od. dergl., je nach der gewünschten Farbe. Statt Lauge u. Seife kann man auch 125 g. Soda nehmen. — 2) 500 g. Wachs wird mit 1½ 1. Regenwasser über gelindem Feuer geschmolzen, dann wird 25 g. Weinstein unter Umrühren zugesetzt. Kurz vor dem Gebrauch setzt man noch 9 g. arabisches Gummi u. 33 g. Zucker zu, sowie die betr. Farbe; dann verdünnt man die Mischung zur Konsistenz einer dünnen Leimfarbe. — 3) 2 kg. Seifensiederlauge, 500 g. gelbes Wachs, 125 g. Leim, 100 g. Weinstein, 66 g. Federweiß, 33 g. arabisches Gummi, 125 g. Goldocher, ½ J. Spiritus. Dererhitzten Lauge wird zuerst der Weinstein, dann der Leim in Brocken zugesetzt. Nach geschehener HEIDELBERG O Universitätsbit Zertheilung folgt Federweiß, Gummi u. / des Farbstoffes. Nachdem das Ganze / Stunde gekocht hat, setzt man das Wachs in kleinen Stücken zu. Nachdem das Wachs zergangen ist, giebt man den übrigen Farbstoff bei. Nun läßt man das Ganze nochmals ½ Stunde kochen und bis zur Lauwärme abkühlen und setzt den Spiritus zu. Die Fußböden, welche man mit dieser Farbe bohnen will, müssen zuvor mit Leimwasser getränkt werden; dann wird die Farbe mit dem Pinsel gleichmäßig warm aufgetragen u. nach dem Erkalten u. Erhärten mit einer Bürste glänzend gerieben. Das tägliche Abreiben erfolgt mit wollenen Lappen. Ist der Fußboden unansehnlich geworden, so wird er mit warmer Lauge abgewaschen u. frisch gebohnt. — 4) 500 g. Gelbholz wird in 3 1. Regenwasser eingeweicht, den Tag darauf durch ein Sieb gepreßt; in die Hälfte dieses Farbwassers thut man 200 g. gelbes Wachs in kleinen Stücken, kocht, setzt 100 g. Potasche zu und läßt erkalten. In der andern Hälfte des Farbwassers wird 250 g. Ocher aufgelöst uerwärmt;dann vereinigt man beide Mischungen u. kocht sie unter fleißigem Umrühren, welches man auch während des Erkaltens fortsetzt. — 5) 2 1. Regenwasser wird zum Kochen gebracht, 50 g. Potasche und 500 g. gelbes Wachs zugesetzt. Nachdem dies zergangen ist und ½ Stunde gekocht hat, rührt man 33 g. gelben Ocher zu, Eichenholz muß vor dem Aufbringen dieser Farbe, wenn keine Flecken entstehen sollen, mit Leimwasser oder hellem Leinölfirniß gerieben werden. Is.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 443Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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