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GeschichteBau-Lexikon 1881

Caponniere, f. (Kriegsb.), frz. aponnière, f., engl. caponier, caponiere, halb in die Erde eingegrabenes, oben eingewölbtes, in seinen Umfassungsmauern mit Schießscharten versehenes, auch wohl von Holz nach Art der Tambourpalissadirungen erbautes u. mit Blockdecke versehenes Werk, größtentheils zu rasirender Vertheidigung des Grabens angewandt. Liegt ein derartigesWerkquer im Graben, so daß die Vertheidigung nach beiden Seiten längs derselben möglich ist, so heißt es eine volle od. ganze Caponniere. In ausspringenden Winkeln in der Böschung der Contre-Escarpe angebracht, heißen sie Contre-Escarpen-Caponnieren, Kücken-Caponnieren, und dienen, den Feind im Rücken zu BISLIOTHEK beschießen, sobald er die Grabensohle gewonnen hat und die Escarpe ersteigt, sowie gleich den ganzen Cin den Gräben eine rasirende Vertheidigung zu geben. Can, deren Zweck nur die gesicherte Kommunikation, nicht aber die Vertheidigung ist, erhalten keine Schußlöcher, oft auch kein Dach. Danach, sowie nach der Konstruktion, unterscheidet man: oben offene C., Koffer, frz. eaponnière à oiel ouvert, offre, m., engl. open 0., bedeckte C., bedeckte Koffer, frz. C. casematée, engl. covered oder casemated C.; Tambour-C., frz. c. en palissades, engl. palisade-caponier; einfache od. halbe C., frz. C. simple, demi-C., engl. single, simple oder half-caponier. [AIs.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 10Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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