Cedernholz, n., I. echtes Cedernholz, kommt von der eder, frz. edre, engl. cedar, 1. vom Libanou (Pinus edrus, Fam. Zapfenfrüchtler, Nadelhölzer, coniferae), st gegenwärtig nur noch in geringer Anzahl auf dem Lianon und dem Taurus vorhanden, wird 14 24 m. hoch nd bis 3 m. dick. Das weiße Holz ward ehedem als daueraft und wohlriechend gerühmt; neuere Berichterstatter vollen aber nichts von letzterer Eigenschaft bemerken. — liothek Heidelberg 2. Silberceder (Pinus atlantica), bildet auf dem Atlas in Algerien schöne Waldungen, die gutes Nutzholz liefern. — 3. Deodora-Ceder (Pinus Deodora) ist auf dem Himalaja und anderen asiatischen Gebirgen einheimisch. Ihr Holz stimmt mit dem der Libanonceder überein. — 4. Sihirische Ceder (Pinus Oembra) ist derselbe Baum, der in den Alpen als Arve, bei uns als Zirbelkiefer bekannt ist und dessen Holz daselbst zu Schnitzereien gesucht wird. — 5. Japanische Ceder (Oryptomeria japonica, Fam. Zapfenfrüchtler), liefert eins der gebräuchlichsten Nutzhölzer in Japan. — 6. Aenholländische Ceder (Cedrela australis) liefert gutes Tischlerholz, da seine Stämme bis zu 3 m. Durchmesser haben. Es ist bereits ein Gegenstand der Ausfuhr nach Europa geworden. — 7. Chilenische Ceder (Libocedrus tetragonus, auch Alerse oder Alerce genannt) wächst in Chile und auf Chiloe, s. Alerce. II. Unechtes Cedernholz. Unter dem Namen Cedernholz werden verschiedene Holzarten vertrieben, auf welche mehr oder weniger die Beschreibung paßt, die von alten Schriftstellern über das Holz der Libanonceder gegeben wurde. C. sollte leicht, dauerhaft, wohlriechend u. gut bearbeitbar sein. Das Meiste, was jetzt unter diesem NRamen verkauft wird, stammt von Wachholderarten (Juniperus), deren Stammholz im Alter weißlichen Splint und schön rothen, wohlriechenden Kern besitzt. 1. Das gewöhnliche Cedernholz, kommt aus Nordamerika von Juniperus virginiana u. von dem Bermudawachholder, Juniperus Bermudiana. Es ähnelt am meisten dem echten. — 2. Weißes Cedernholz vom kugelfrüchtigen Lebensbaum (Thuya shpaeroidea) in Nordamerika. — 3. Weslindisches Cedernholz, kommt von Cedrela odorata, s. Cedreleen, oder auch von der Jamaikaceder u. brasilianischen Ceder, heißt auch Zuckerkistenholz. — 3. Cedernholz von havana oder Anba-Codernholz, stammt ebenfalls von einer Art Cedrela und wird zu Cigarrenkisten verwendet; jenes von Cayenne vielleicht von einem ähnlichen Baum. — 5. Cedernholz von Guayana, Carannaholz, ist ein leichtes, wohlriechendes Holz, das im Handel vorkommt. Es stammt von Leica altissima Aubl. (Fam. Balsamgewächse) in Guayana. Der Baum ist riesig groß, daß mitunter aus einem Stamm ein Kanoe von 12 m. Längeu. 1½ m. Breite gemacht wird. Das Harz wird wie andere Balsame verwendet. — 6. s. ferner Bermudaswachholder. — 7. Rothes Cedernholz, s. Wachholder, virginischer.