Cymbius, m., lat., Wölbung, Gewölbe. Cyperngras, n. (Cyperus), ist eine Gattung Halbgräser, von welcher mehrere ausländische Arten in ihren Heimatsländern zu Flechtwerk, Stricken und zum Dachdecken verwendet werden, z. B.C. textilis am Kap, C. elatus in Kotschinchina. Cyperus inundatus Roxb. wird am Gangesufer als Schutz gegen das Wegspülen durch die Fluten angepflanzt. Cypervitriol, m., findet sich in Grubenbauen unter dem Namen des Cementwassers. Es wird aus Kupferkiesen oder durch Auflösen von Kupfer in Schwefelsäure erhalten. Cypres, f. (Libocedrus téetragona, Fam. Zapfenfrüchtler), ein Nadelholzbaum des chilenischen Hochlandes, dessen kurze Nadeln in vier Reihen an den Zweigen stehen. Sie besitzt ein sehr weißes, feines und deshalb hochgeschätztes Holz. Cypresse, f. (Oupressus, Fam. Nadelhölzer, frz. Cypres, m., engl. cypress, kommt in verschiedenen Arten vor und das Holz davon wird vom Tischler u. Drechsler verarbeitet. 1. Gemeine od. immergrüne Cypresse (O. sempervirens), beinahe unverweslich, 6—9 m. hoch; das Harz ist wohlriechend. Trauerbaum und Grabzierde. Das Holz ward ehedem nicht selten zu Mumiensärgen verwendet. — 2. Virginische Cypresse (O. disticha), 20— 23 m. hoch und oft bis 4 m. stark: Holz weißgelblich, zähe und schwer, dem feinaderigen Kiefernholz ähnlich, leicht spaltend, wächst nur im Sumpf, fault sehr schwer; leidet nicht vom Wurm. Bei Oaxaca in Mexiko steht eine C. von 34 m. Höhe u. beinahe 11 m. Durchmesser, unter welcher schon Ferdinand Cortez mit seiner ganzen Schär gelagert haben soll. Man schätzt ihr Alter auf 2000 Jahre. Am unteren Mississippi und in Luisiana bildet diese Cypressenart ausgedehnte Wälder auf Sumpfboden, die verrufenen Cypressensümpfe, in welche man nur auf Kanälen mittels Kähnen eindringen kann. Bedeutende Holzmengen werden von hier aus jährlich nach New-Orleans geflößt u. daselbst als Bau⸗ und Werkholz, zu Kähnen, Masten u. s. w. verarbeitet. — 3. Weiße Ceder, kanadische Cypresse (C. thyoides), Holz sehr leicht, weiß, zähe, dient zu Bauholz; der Baum wird 17 bis 23 m. hoch und 1—1½ m. dick. Sie wächst gewöhnlich auf Sumpfboden u. bildet dort undurchdringliche Dickichte.“ Das Holz nimmt, der Luft ausgesetzt, allmählich eine hellröthliche Farbe an: es ist als white Cedar-wood in Amerika bekannt. — 4. Die japanesische Cypresse (C. squar-SIEIIOTEEK rosa) hat weiches, die Pressung annehmendes Holz, welches, wenn man es eine Zeit lang in feuchte Erde eingräbt, härter wird und, herausgenommen und mit Wasser angefeuchtet, sich blau färbt. — 5. CO. Benthami, O. excelsa, O. Knightiana, O. Lindleyi liefern alle vier in ihrerHeimat Nutzholz. — 6. O. funebris (China), Crauercypresse, ist im nördl. China einheimisch, wo sie überall als Zierbaum auf den Begräbnisplätzen eingeführt ist. Sie bildet einen Baum von gegen 17 m. Höhe mit weit ausgebreiteter Krone und gabelig zertheilten Aesten, die sich in sehr viele hängende Zweige u. Zweiglein auflösen, zeigt also einen ebenso schönen, aber noch gedrungenern Wuchs als die Trauerweide und ward 1748 auch in Europa als 32—— baum eingeführt. — 7. CO. glauca (Ostindien). — 8. C. Veanorn C. horizontalis (Persien, Kandia). — 9. C. macrocarpa, auch als O. Lambertiana bekannt, ist einheimisch im oberen Kalifornien, z. B. in der Umgegend von Monterey. Sie bildet Bäume von 17m. Höhe und 2, m. Umfang u. entwickelt einen flach ausgebreiteten Wipfel, ähnlich wie die Libanonceder. C. Sabinoides (Mexiko), CO. torulosa (Neapel), C. thurifera (Mexiko), C. nutkaensis (Nordwestamerika) u. a. — 10. Neuerdings wird unter dem Namen amerikanisches Cypressenholz das Holz von Taxodicum distichum L., kahle C., Sumpfchpresse, frz. o. chauve, aus Amerika zu uns eingeführt u. sehr warm als besonders dicht gewachsen, leicht verarbeitbar, wetterbeständig und unvergänglich, leicht polirbar etc. empfohlen. — Es hat allerdings eine sehr schöne warme Farbe, scheint auch beim Hobeln hart zu sein; das ist aber nichtdie Folge wirklicher Härte, sondern nur des auf dem Transport eingedrungenen Salzwassers; wenn es, was sehr schwierig ist, wirklich von diesem es feuchthaltenden Salz durch langes Trocknen befreit wird, dann erscheintes weich, pelzig, mürbe, auch dem Wurm zugänglich, leicht werfend, schwer zu glätten, noch schwerer zu poliren. Während die Prospekte behaupten, daß es auf 1 em. 10—15 Jahrringe hätte, finden sich oft nur 3—4 Jahrringe auf dem em. — Die einzige wirklich zutreffende gute Eigenschaft außer der Farbe ist die auffällige Astfreiheit u. Schlichtheit des Wuchses, und die Leichtigkeit (0,3 spez. Gewicht). Cyprium meétallum, cuprum, v., lat., Kupfer. Cytisus, f., Iat., s. Ebenholz (falsches) u. Bohnenbaum. cyzicêne, adj., frz., s. Kyzikenisch. D. 1.P, früher 10, war bei den Römern das Zahlzeichen für 500; D 5000; bei den Griechen 3 für 4, für 4000. — 2. Als Abkürzung auf den Inschriften für Deus, Divus, Dominus etc., d. a. für dicti anni, besagten Jahres. — 3.(Mathem.) eine der Bezeichnungen für Konstante, auch für „Durchmesser“. — 4. In der Differenzialrechnung der unendlich kleine Zuwachs; so ist IX das Differenzial von und 5. Das kleine griechische Delta, 3, wird in der Variationsrechnung für den Zuwachs einer Funktion benutzt. — 6. Das große griechische Delta, 4, wird als Zeichen für Dreieck, doch auch für den endlichen Zuwachs einer Größe benutzt u. Differenz genannt: so ist, wenn X um Ax wächst, wenn y eine Funktion von xist, auch y die Differenz von Foder, wie man kürzer sagt, die Differenz v. Ist z. B.