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BaukunstBau-Lexikon 1881

Drehthor, n., Drehthüre, f.,frz. Porte f. tournante, engl. balance-gate, turning door, Thor, Thüre, drehbar uni ihre Mittelachse, fast blos in kleinen Schleusen angewendet: s. d. Art. Schleuse. Direhungspunkt, k., frz. point m. de mouvement, engl. entre of motion, fulcrum, der Punkt, um welchen als Mittelpunkt sich die in einer Ebene liegenden Punkte eines mathematischen oder mechanischen Systems drehen; s. d. Art. Umdrehung. Drei. 1. Als Zahl durch die arabische Ziffer 3 oder die römische Ziffer III dargestellt. Eine beliebige ganze Zahl ist durch 3 ohne Rest theilbar, wenn die Quersumme ihrer Ziffern ohne Rest durch 3 theilbar ist; so z. B. ist 24627 verbinden, wurde sie bes. in der mittelalterlichen Baukunst sehr hoch gehalten u. vielfach angewendet. Sie symbolisirt folgende Dreiheiten: Vater, Sohn, Geist; Glaube, Liebe, Hoffnung; Himmel, Erde, Wasser; ferner die 3 Engel bei Abraham; die 3 Brote, Psalm 102; 3 Stufen der Buße; 3Ztheologische Tugenden, die Liebe zu Gott von ganzem Herzen, ganzer Seele u. ganzem Gemüth etc.; daher 3 Eingänge an den Kirchen, 3 Stufen am Altar, 3 Büßerplätze in den altchristlichen Kirchen etc. etc.; Näheres s. in d. Art. goth. Stil u. d. Art. Drei in M. M. a. W. Areiblatt, n. frz. trefle, m., tierce-feuille, f., engl. trefoil, ital. trifoglio, lat. trifolium, griech. roioy, gothisches Mäßwerk, 1. D. schlechthin, auch spitzes Kleeclover, trefoil schlechthin, in Gestalt von 3 gleichen Spitzbogen, welche sich mit ihren Scheiteln an den Umfang des Kreises, in dem sie stehen, anlehnen u. so eine Rosette bilden; kommt selten vor. Häufiger sind die Dreiblätter, die nach Fig. 1471 gebildet werden, für welche Fig. 1470 das Konstruktionsschema giebt. — 4. Ornamental behandelte Kleeblätter (Fig. 1472) werden ebenfalls D. genannt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 180Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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