FeedDynamit
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Dynamit, m., frz. dynamite, m., engl. dynamite; von Nobel erfundenes Sprengmittel; wird erhalten durch Ver-E. 1. Als Zahlzeichen: im Griechischen 2 5, 5000, = 8, 1= 8000; in der spätrömischen Zeit E 250.— 2.Als Abkürzung auf römischen Inschriften s. v. w. Aedilis. — 3. In der Mathematik dient E häufig als Zeichen für Exponent (s. d.). — 4. In der Geometrie ist das Zeichen für Exzentrizität, s. Ellipse. — 5. Die Basis des natürlichen Logarithmensystems 2,62516528459. Wird mit e bezeichnet. — 6. In der Mechanik für Elastizitätsmodul (s. d. u. d. Art. Biegung). Eagle-desk, s., engl., Adlerpult (s. d.). Eagle-stone, s., engl., Adlerstein (s. d.). Ear, s., engl., 1. das Ohr, der Eckkropf. — 2. Das Oehr, die Oese. early english style, engl., s. englisch-gothisch; earhy british, s. angelsächsisch. minous é., s. Bergpech; e-moss, s. Bartmoos; e-bank, der Erddamm, Schuttdamm; e.rammer, die Handramme, Erdstampfe; e.-table, Sockelblendplatte, daher e.-tables, pl., der von Platten angeblendete Sockel; e.-Work, der Erdbau, die Erdschüttung, e.working, die Erdarbeiten,‚ das Bauen in Erde. earthen, adj. engl. irden, von Erde gemacht, e. floor, der Lehmästrich; e. ware, die gebrannte Thonware, Terracotta; e. Work, das Erdwerk, der Erdaufwurf— Easle, easel, s., engl., Staffelei. Eastering, 5., engl., die Ostung, Orientirung. Easter-sepulchre, 5., engl., heiliges Grab in einer Kirche; s. d. Art. Grab, heiliges. Eau, f., frz., Wasser; e. de Javelle, e. de Labaraque, Bleichflüssigkeit, s. Kali u. Natron; e. courante, das fließende Wasser; e. dormante, das stehende, stagnireude Wasser; e. enflée, das Stauwasser; e. motrice, Betriebswasser, Aufschlagwasser; e. tforte, Scheidewasser; e. s0mache, e.saumatre, engl. brackwater, das Brackwasser, das Gemenge aus süßem und salzigem Wasser bei Deichbrüchen, doch auch, engl. Pool, Pond (Deichb.), Kolk, eine hinter einem Deich von überstürzendem od. durchdringendem Wasser ausgehöhlte Vertiefung. Eau-bénitier, m., frz., Weihbecken. Eaves, pl., engl., Dachfuß; dripping-e., die Dachtraufe; chantlated e., der Dachfuß mit Tripphaken und Saumlatte; ruilled e., rnille -e., der Dachfuß mit massivem Sims. Eaves-catch, s.,engl.,s. Traufhaken 2. — E.-course, die Traufschär, Traufschicht, Fußschicht; e.lath, der Aufschiebling, Tripphaken, s. Traufhaken 13 e.Jead, die bleierne Traufplatte; e. mouldinge, pl., das Traufgesims, Dachgesims. Cbarber, v. a., frz. s. beschroten. Ebauche, f., frz., Anlage u. Skizzef.d. Art. Anlage ébaucher, v. a., 1. anlegen, skizziren. — 2. Stein, Holz etc. aus dem Gröbsten bearbeiten, ausführen. Ebauchoir, m., frz., J. Balleneisen, Schrotmeißel. — 2. Das Bossirholz, Bossireisen etc., s. d. betr. Art. OTHEK Ebbe, f., frz. rellus, zusant. m., basse-marée, ébe, f., bas de Peau, basse-eau, f., engl. ebb. ebbtide; Ebbe und Flut, frz. flux et reflux, jusant et flot, ein stetiges, nicht sprungweises Steigen und Fallen des Meeresspiegels in der Art, daß er innerhalb der Zeit von 24 Stunden 50 Min. 28 Sek. zweimal einen höchsten u. tiefsten Standeinnimmt. Daraus, daß nicht genau 1 Tag, sondern die erwähnte größere Zeit den Kreislauf von 2 Fluten u. 2 Ern bildet, folgt, daß z. B. die an einem Tag mittags 12 Uhr kommende Flut den nächsten Tag 12 Uhr 50 Min., den drikten Tag 1 Uhr 41 Min. widerkehrt u. s. w. Diese Verspätung der Fluten entspricht derjenigen der Mondphasen, so daß nach JMonat die Flut u. E. wieder zu denselben Zeiten stattfindet. Man schreibt die Erscheinung der Anziehung zu, welche der Mond u. die Sonne auf die Erde ausüben und nimmt die Mondwirkung dabei 2½mal so stark an als die der Sonne. Nach E. u. Flut richtet man die Arbeitsschichten bei Wasserbauten am Meer ein, wo man meist nur während der E. arbeiten läßt. v. Wag. Ebbeanker u. Flutanker, m s. v. w. Wallanker und Secanker; s. d. Art. Anker VI. C. 4. Ebbe⸗ u. Clutdeich, m. (Deichb.), ein an einem gefährdeten Deich noch besonders errichteter Deich, welcher jenen gegen die Strömung der Flut schützt. Ebhbe-u. Flutstel, n., Siele, die der Ebbe u. Flut ausgesetzt sind, erhalten vorn u. hinten Flügelthore, welche sich von selbst schließen, sobald die Flut höher teitt als das Binnenwasser, u. sich umgekehrten Falls ebenso öffnen. Ebbedamm, m. (Deichb.), die nach dem Landzugekehrte Abdachung; die nach dem Wasser gerichtete heißt Kutdamm. Ebbeseite, f. (Schleusenb.), franz. cöts m. damont, stromaufwärts gerichtete Seite von Schleusen am Meer. Ebbethor, u., Ebbethüre, k. Niederthor, Unterthor, 110. porte f. de mouille, porte d'aval, engl. tail-gate, astgate. Bei Schleusen, deren Gewässer Ebbe u. Flut hat, erhält jedes Haupt zwei Par Thüren in entgegengesetzter Richtung, so daß das eine Pär die Flut, das andere den Rückfluß bei der Ebbe abhält. eben, adj., frz.plain, engl. plain, heißtein geometrisches Gebilde, wenn alle Punkte desselben in einer u. derselben Ebene liegen. Ueber ebene Kurven, Winkel, Vielecke etc. s. Kurve, Winkel re. Ein Körper mit ebenen Flächen ist ein solcher, dessen Oberflächen aus lauter ebenen Figuren bestehen, z. B. Parallelepipedon, Pyramide, die regulären Körper, während bei anderen die Sberfläche nurtheilweise aus ebenen Figuren besteht, z. B. bei Kegel, Cylinder. Ebene, k. frz. plan, m., engl. plane (Mathem.), Fläche ( d.) von der Eigenschaft, daß jede gerade Linie, welche zwei beliebige Punkte derselben verbindet, ganz in die Fläche hineinfällt. Durch drei nicht in einergeraden Linie liegende Punkte ist nur eineeinzige E. möglichzulegen, ebensodurch „eine Gerade und einen Punkt außerhalb derselben. Zwei sich schneidende od. zwei parallele gerade Linien bedingen gleichfalls eine E. Die E. ist die einfachste aller Oberflächen. Die Geometrie zerfällt in zwei Hauptabschnitte: in die Planimetrie, welche sich mit den Gebilden, die in einer E. liegen, beschäftigt, u. in die Stereometrie, die sich mit Gebilden beschäftigt, bei welchen dies nicht der Fall ist. Eine gerade Linie kann entweder ganz in eine E. fallen, oder sie hat gar keinen Punkt mit derselben gemein, ist der E. parallel, od. sie hat einen Punkt mit der E. gemein, schneidet sie. Ueber den Neigungswinkel einer solchen Linie zu einer E. s. d. Art. Neigungswinkel. Zwei Ern schneiden sich entweder nie u. heißen dann parallel, oder sie haben eine gerade Linie als Durchschnitt, wo die Neigung der beiden Ernn Flächenwinkel (s. d. und senkrecht) heißt. Drei Ern können entweder gar keinen Punkt gemeinschaftlich haben, wenn sie nämlich alle drei parallel sind, od. sie haben eine gerade Linie gemein, wenn die dritte E. durch den Durchschnitt der beiden anderen läuft, od. sie haben nur einen einzigen Punkt gemein. Wenn zwei Ern parallel sind u. von einer dritten geschnitten werden, giebt es keinen Punkt, der allen drei Enn gemeinschaftlich wäre, da die Durchschnittslinien der dritten E. mit den beiden anderen E.n unter sich parallel laufen. 6béner, ébénacer, v. a., frz., engl. to ebonize, ebenholzartig malen, masern, beizen; s. d. Art. Ebenholz h. ebon, ebony, lat. ebeni lignum, amerimnum, aspahanthus, nannte man zunächst die schwarzen, schweren u. festen Hölzer, die von Ostindien aus in den Handel kamen; nachmals aber auch alle tiefdunklen Hölzer überhaupt, sowie solche hellere feste Hölzer, die durch geeignete Beizen das Ansehen des echten Etes erhalten. a) Schwarzes Ebenholz. Echtes E., Ayri, ist sehr dicht, sinkt im Wasser unter u. zeigt keine Jahresringe. In jugendlichem Zustand, als Splint, ist es weiß u. geht erst im Alter in die dunkle Färbung über. Es lagert sich in seinen Zellen ein dunkler Stoff ab, die Zellwände selbst bleiben farblos, sind aber sehr dickwandig Und bedingen dadurch die Festigkeit. Das echte E. stammt von mäßig starken, 9—11 w. hohen Bäumen der Gattung Dattelpflaume (Diospyros), die vorzugsweise in Ostindien u. auf den südasiatischen Inseln wächst. Das beste soll nach Roxburgh von D. Melanoxylon Poir. kommen. Stämme von 15 cem. Durchmesser haben einen schwarzen Kern von nur 5 em. Stärke, bei alten Stämmen dagegen bildet der weiße Splint einen nur fingerdicken Ring, der vor dem Versenden sorgsam abgetrennt wird. Bei manchen Stämmen finden sich im schwarzen Holz weiße Flecken; dann ist das Kernholz in der Entwickelung zurückgeblieben, infolge sogen. Splintschwäche. Es ist dies das marmorirte E. des Handels, das nach Roxburgh von D. leucomelas herkommen soll. — Außer von den genannten Baumarten kommt schwarzes E. auch noch von Diospyros Ebenum in Ostindien, von D. Ebenaster, D. Mabolo, D. tomentosà, D. Roylei, das javanische von D. frutescens. Das E. von Mosambik stammt von einer Milletia, das westafrikanische E. von Maba guineensis u. Diospyros senegalensis. Das westindische E. von Brya Hbenus (Aspalanthus Hbenus) hat grünlichbraune Farbe u. läßt sich gut poliren, heißt auch amerikanisches E. od. schwarzes Grenadillholz u. kommt meist nur in Stücken von 7—10 em. Durchmesser in den Handel. Das brasilianische E., schwarzbraun von Farbe, soll von der Brauna (Melanoxylon Brauna) stammen. b) Rothes Ebenholz, frz. Ebene rouge, engl. red ebony. Von Brasilien aus wird eine Sorte rothes E., die auch Eisenviolettholz heißt, verführt, deren Ursprung noch unbekannt ist. Eine andere Art rothes oder braunes E., ebenfalls Grenadillholz gen., kommt von dem kretischen Wundklee (Anthyllis cretica, Fam. Hülsenpflanzen). Das texikanische E. ist das schwere u. dunkle Holz einer Akazienart(Acacia flexicaulis), die häufig am Rio Bravo wächst. e) Grünes Ebenholz, frz. ébene verte, engl. green ebony, von braungrüner Farbe, kommt aus Guayana u. Cayenne und wird von Tecoma leucoxylon Mart. (Bignonia L.) abgeleitet. Eine Sorte grünes E. stammt dagegen von der in Südeuropa wachsenden italienischen Dattelpflaume (Dios-Pyros Lotus), d) Slaues Ebenholz, Amarauth, Cayenneholz, frz. ébene bleue, engl.blue ebony, auch Luftholz genannt, weil es anfänglich röthlichgrau, dann dunkelroth, zuletzt veilchenblau u. purpurviolett wird, kommt aus Surinam, angeblich von einer Nissolia (Leguminosae); s. auch Amaranthholz. e) Gelbes Ebenholz, frz. Ebene jaune, engl. yellow ebony, ein hartes Holz, das anfänglich weiß ist, später sich aber dunkler färbt und wellenförmige Streifen erhält, stammt von dem weißholzigen Trompetenbaum (Bignonia Leucoxylon, Fam. Maskenblütler), einem bis 12 m. hohen Baum Westindiens. k) Falsches Ebenholz, frz. ébene fausse, f., engl. bean-tree, foil-tree, vom gemeinen Goldregen (Cytisus Laburnum, Fam. Hülsengewächse), einem in Gärten gern gepflanzten Strauch, ist in der Jugend gelblich, im Alter schwarz geflammt, sehr hart und nimmt eine schöne Politur an; s. ferner d. Art. Aspalanthus. g) Als deutsches Ebenholz, frz. ébene d'Allemagne, engl. germain ebony, bezeichnet man auch das feste Holz des Taxus (die Eibe), das sich schwarz beizen läßt. h) Das echte E. steht hoch im Preis, ist spröde u. läßt sich wegen seiner Dichtigkeit nur schwierig leimen. Hierdurch ist es gebräuchlich geworden, geringere Hölzer anstatt seiner zu verarbeiten u. sie schwarz zu beizen. Man hat sogar künstliches Ebenholz vorgeschlagen. Dieses, von dem französischen Chemiker Ladry erfunden, besteht aus einer Mischung von feinen Sägespänen u. Thierblut, der man durch hydraulische Pressen eine bedeutende Dichtigkeit verleiht. Die Masse, die sich in Formen vielfach gestalten läßt, soll eine schöne Politur annehmen; s. ferner d. Art. Grenadillholz. — i) Einen Ebenholz ähnlichen, schwarzen Anilinfirniß für Holz erhält man, indem man in 1 Alkohol 12 g. Anilinblau, 3g. Fuchsin u. 8g. Naphthalingelb auflöst, wozu etwa 12 Stunden erforderlich sind. Mit einem einzigen Anstrich erhält man schon ein ebenholzartiges Schwarz. Oder man löst gleiche Gewichtstheile rothes Chromsalz u. Opalsäure in Wasser auf, wobei eine starke Gasentwickelung eintritt. Sobald dieselbe beendet, ist die Beize fertig u. kann beliebig aufbewahrt werden. Je konzentrirter die Lösung, desto dunkler wird die Farbe des angestrichenen Holzes. Wird durch einmaliges Anstreichen des geschliffenen Holzes die gewünschte Färbung noch nicht erreicht, so wiederholt man den Anstrich. Das Abschleifen des so gebeizten Holzes geschieht besser mit feinem Schmirgelpapier als mit Bimsstein, da die Masern besser hervortreten. Ebenholzbeize, f., schwarze Beize auf Holz, s. d. Art. Beize, S. 331. Außer den dort gegebenen Vorschriften ist folgendes Verfahren zu empfehlen: Zuerst hobelt man das Holz glatt ab, reibt es dann mit Bimsstein, hierauf mit Schachtelhalm und endlich mit Alaunwasser. Zur Beize selbst nimmt man 130 g. Galläpfel, weicht sie in 11. Wasser ein, gießt eine gleiche Menge guten Weinessig in ein glasirtes Gefäß u. läßt 100 g. pulverisirten und geglühten Vitriol sowie eine Hand voll Stahlfeile 24 Stunden d arin weichen. Man nimmt zuerst den Schaum, der auf dem Essig schwimmt, ab, und reibt solchen in das Holz ein; ist es wieder trocken, so giebt man 3—4 Anstriche mit dem Galläpfelwasser. Hierauf rührt man etwas Rußschwarz mit Weingeist an u. giebt damit 1—2 Anstriche; nachdem es wieder getrocknet, zerreibt man etwas Tripel mit Wasser, taucht Leinwand hinein u. reibt das Holz 3—4mal damit ab; zuletzt wird es mit einem groben schwarzen Lappen stark abgerieben, bis ein dem Ebenholz ähnlicher Glanz zum Vorschein kommt. Alle festen und schweren Hölzer, welche keine oder nur wenige hervorstehende Adern haben u. keine auffälligen Jahresringe zeigen, können, schwarz gebeizt, dem Ebenholz ähnlich werden. Ebenist, m., frz. ébéniste, engl. ebonist, Tischler, welcher sich hauptsächlich mit Möbelarbeiten u. Fournteren bergement, m. frz., die Anlage von Uferböschungen. Eberreiß, n., Abraute, Aberraute, Abrausch, Stabwur; (Artemisia abrotanum), wird wegen des gewürzhaften Geruchs seiner Blüte als Zierstrauch in Gärten verwendet. Cbiseler, ébizeler, v. a., frz., bekanten (s. d.). Ebiselure, f., frz., die schneidenartig zugeschärfte Kante. SCEbouler, v. r., frz., einstürzen (s. auch Erdrutsch). Eboulis, m. frz., Schutthaufen, Gerölle. ébousiner, v. a., frz. (Steinm.), rohe Bruchsteine aus dem Groben zu Werkstücken bearbeiten, od. mindestens von den verwitterten Theilen befreien; s.auch d. Art. Abschalen. Ebraisoir, m., Ebrasoir, m., frz., der Windfang am Hohofen. Cbrancher, v. a., frz., ausästen, aushauen. Ebrasé, adj., frz., ausgeschrägt. Ebrasement, m.,frz.,innere Ausschrägung (s. d.) eines Fensters, Schießscharte etc., é. exterieur, s. Einschrägung. zbuard, m., frz., der Spaltkeil. écacher, v. a.,frz., 1. blank schleifen (auf dem Schleifstein); 2. 6. le fil, den Draht plätten. écaillé, adj., frz., s. beschuppt. écailler, v. a., frz., 1. schuppenförmig anordnen; schildkrotähnlich malen; 3. abschalen, abhäuten; 4. s6., L., sich abblättern, abbröckeln, abschuppen. Eeailles, f. pl., frz., 1. Schuppenverzierung. — Steinsplitter. — 3. Glühspan. — 4. Kesselstein. Ecale, f., frz., 1. der Steinsplitter. — 2. Der Nothhafen, Schlupfhafen. Eearlate, m., frz., der Scharlach. écarrir, v. a., frz., s. équarrir. Eearrisoir, m., frz., s. Alésoir. Ecart, m., frz. (Zimm.), die Blattung, Bladung, Laschung, z. S.: die Scherbe; é6. simple, die gerade Blattung; 6. double, die versatzte Blattung. Feartement, m., frz. (Eisenb.), 1. de la voiè, die Gleisweite. — 2. des rails, die Neigung der Schienen. mantel bekleideten, mit Dornen gekrönten und durch die⸗ )selben verwundeten Christus. Vergl. Ev. Joh. 19, Escelesia, f., lat., vom griech. ½½πο, einberufene Versammlung, Gemeinde, daher übertragen auf Versammlungsstätte (nach Vitruv ecolesiasterium), frz. Eglise, ital. chiesa, span. iglesia, Kirche (s. d. und Basi⸗ „lika). — E. baptismalis, s. Baptisterium. — E. coemeterialis, s. Carner. — E. collegiata, Stiftskirche. — E. palatina, castellana, Burgkapelle etc. etc. % Hchafaud, m., frz., engl. scaflold, altengl. staykfald, s. v. w. Gerüst, Schaffot, Bühne etc.; 6. roulant, Thurmegerüst; 6.suspendu, hängendes Gerüst, é. volant, fliegendes Gerüst; é. d'échasses et boulins, Stangengerüst mit Netzriegeln; im Schiffbau ist é. volant s. v. w. Stelling. Echafaudage, w., frz., die Rüstung, Zulage zum abgebundenen Gerüst. Echalas, m., frz., 1. Weinpfahl. — 2. Spalierlatte. CEchalasser, v. a., I. bepfählen (s. d.); 2. aufpfropfen, sanpfropfen (s. d.). 1 Echalier, m., frz., das Lattenspalier, der Pfahlzaun, Stangenzaun, das Staket. échampir, v. tr., frz. (Mal.), hervorheben, herausheben. échancrer, v. a.,frz., bogenartig ausschweifen, reifeln, ausbogen, einschuppen. Echancrure, f., frz., 1. Ausschnitt, z. B. halbmondförmige Ausschweifung, Rundkerbe, Ausbogung, Einschuppung. — 2. Fensterausschnittetc.; s.d. Art. Ausschnitt 1 u. 5. — 3. (Kriegsb.) 4 m. breite, in den Glaeiskörper eingeschnittene Umgänge um die Traversen, s. Ausschnitt 7. Echandole, f., frz., Dachschindel (s. d9. Echantignole, f. frz. (Zimm.), der Frosch, die Knagge als Unterstützung eines Pfahls, Hebezeugs etc. Echantillon, m., rz. I. gesetzlich od. polizeilich vorgeschriebenes Maß der Baumaterialien etc.— 2.Schablone, Lehrbret, Musterstück. — 3. Streichbret, Stichmäß. Echappée, f.,frz., 1. Lichtenweite. — 2. Höhe zwischen zwei Schraubengängen, Treppenwindungen etc., auch Raum unter einer Treppe. Echappement, m., frz., I. bei Maschinen s. v. w. Hemmung; 2. der Fuchs im Flammofen, 3. s. v. w. échappée. Echarpe, f., frz., 1. Krahn, Speicheraufzug, Ausleger. — 2. Gurt am ionischen Kapitäl. — 3. Sturmband, s. Band II. 1. g. — 4. Die Diagonalleiste eines Bretwinkelmäßes. — 5. Das Schwungseil, Lenkseil. — 6. 6. Eisenband am Schleusenthor. Ccharper, v. a., frz., in das Schwungseil einbinden. Echasse, f., frz., 1. schräg od. keilartig gearbeitetes Wölbrichtscheit, um die schräge Stellung der Wölbsteine zu kontroliren. — 2. Schallatte auf dem Wölbgerüst. — 3. E. d'échafaud, auch baliveau, Rüststamm, Lantenne. Echaudage, m., frz., die Kalkmilch. Echaude, f., frz., die Schweißhitze. Echaudoir, m., frz., Schlachthof. Echauguette, f., frz., auch gaérite, mittelalterl., frz. echargüette (wohl mit Schärwacht zusammenhängend), s. v. w. Bartizan (s. d.) u. Burg, S. 553. Echeion, u., griech. ½05, lat. echeum, acetabulum, autiphonos, Schallgefäß in antiken Theatern. Meist waren es metallene Gefäße, zwischen den Sitzen in kleinen ischen auf Konsolen freigestellt, möglichst isolirt; sie waren mit Kanälirungen versehen, deren Größen in der Art verschieden waren, daß jeder hineinschallende Ton als Konsonanz wieder heraus kam, und bildeten zusammen Akkorde; in neuerer Zeit ist nur einmal versucht worden, u. zwar mit günstigem Erfolg, etwas Aehnliches anzuwenden; es waren dies die von Semper angeordneten kanälirten Muscheln über den Logen des 1869 abgebrannten Dresdener Hoftheaters.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 191Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

In anderen Lexika 1

Alle Lexika nebeneinander →

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Naturlehre 6