Schlamm getrocknet. Kann ein Teich nicht hinlänglich trocken gelegt werden, so werde er im Winter geschlämmt, wo der Schlamm gefroren ist. — 2. frz. klotter, engl. to flatten (Mal.), auf einer Mauer od. Wand der erste Anstrich, der zu den folgenden Anstrichen den Grund ausmacht. Das Schlämmen geschieht mit weichem Pinsel, Schlämmpinsel. Man braucht dazu pro qm. 1,3 J. Kalk. — 3. frz. Iaver, engl. to wash (Ziegelbr.), das Reinigen von Ziegelthon oder Lehm, der mit Kies sehr vermengt ist und dennoch zu Ziegeln verarbeitet werden soll. In großen hölzernen, oben offenen Kasten wird der Lehm zu einem Brei mit Wasser vermengt und durch eine Seitenöffnung [des Kastens, die mit einem Schieber geschlossen werden kann, in eine Grube gelassen, wobei der Kies auf dem Boden des Kastens zurückbleibt; auch der Töpfer reinigt auf ähnliche Art den Thon vom Sande. Braucht man blos eine kleine Menge reinen Thon, so rührt man ihn zu einer Brühe in einem Gefäß voll Wasser, gießt diese durch ein Sieb in ein Gefäß, nachdem der schwere Sand sich zu Boden gesetzt hat, u. gießt aus diesem zweiten Gefäß das Wasser ab, sowie der Thon sich gesetzt hat; ist es nöthig, so wird das Verfahren wiederholt. — 4. frz. Javer, engl. to wash (Hütt.), mittels Wassers die metallischen Theile gepochter Erze im Schlämmfaß, franz. euve à rincer, engl. dollytube, tossing-tub, von den erdigen und steinigen sondern, indem das Wasser die leichten Erdtheile mit fortnimmt; „geschieht in den nassen Pochwerken, vorzüglich aber auf den Waschwerken oder Planherden. Schlämmgerinne, u., Schlämmgraben, m. frz. oaisse f. nallemande, table allemande, caisson, table de lavage, „engl. square puddle, strake, tV, tye (Oütt.), 1. s. v. w. Durchlaßgraben (s.d.). — 2. Auch Schlämmkasten genannt, hölzerne Rinne, neben dem Sumpf bei Pochwerken, in der das Wasser abläuft und dabei die Metalltheile absetzt, die „es mit fortgenommen. In Fig. 3086 ist a der Schlämmgraben, b die Bühne mit dem Erz, das nach und nach in den S. gezogen wird, e das Zuleitungsgerinne, d das Ab⸗