Eisenoryd u., frz. sequioxyde m. de fer, engl. sesquixyd of iron. Das E. findet sich fehr verbreitet in der Natur. Es ist eine Verbindung von 56 Th. Eisen mit 24 Th. Sauerstoff. Es macht gewöhnlich einen Bestandtheil der Eisenerze aus. Wasserfrei kommt es im Eisenglanz, wasserhaltig im Brauneisenstein, außerdem am häufigsten mit Kieselsäure verbunden vor. Es ist löslich in verdünnten Säuren, wird durch Glühen unlöslich. Im Bauwesen tritt das E. vielfach als Feind der Eisenkonstruktion auf, doch auch als Bestandtheil, 3. B. der Eisensolution od. Eisenoxydlösung, s. Eisenbeize; ferner vieler Farben, z. B. des Berliner Roths, welches aus Eisenvitriol und Alaun bereitet wird; endlich mehrerer künstlicher Bausteine (s. d. V.). Glas wird durch E· rothbraun gefärbt. Man erhält es als Nebenprodukt bei Bereitung der Schwefelsäure u. es heißt dann Colcothar od. Caput mortuum.