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BaukunstBau-Lexikon 1881

Gitter, u., frz. grille, f., treillis, m., écran, m., engl. grate, screen, lattice, trellice, altengl. skreen, sconce, ital. gelosia, grata, inferriata, lat. elathrus, craticula, hersa, trela, 1. Verwahrung einer Oeffnung etc. mittels eines lothrecht od. schräg stehenden Netzwerkes von Latten oder Stäben. Die einfachste Anordnung besteht aus Querschienen, Gitterschienen, frz. barre, engl. crossbar, mit hindurchgesteckten, lothrecht stehenden runden Gitterstangen oder Gitterstäben, frz. barreau, étangon, engl. stanchion, stanchel. Sicherer ist ein richtiges Netzwerk, so geordnet, daß rautenförmige od. quadratische Oeffnungen bleiben; ein so angeordnetes G. heißt auch Gatter. Die G. vor Kellerfenstern etc. sollten nie über 12 cm. weit sein; Drahtgitter zu Verwahrung gegen Katzen etc. ca. 2½ em. weit; zu Fliegenschränken höchstens 1 mm. weite Oeffnungen; G. zu Gartenumfassungen im unteren Theil bis zu ½ m. von der Erde höchstens 8 em., oben bis 20 em. weit, von der Erde 1,½ m. hoch; zu Hofumfassungen oder überhaupt Abgrenzungen nach der Straße zu hinaus bis 2 m. hoch; die Gitterstäbe läßt man meift nach oben in Spitzen, Gitterspihen, franz. artichaut, chardon, engl. stanchions lance (s. d.), auslaufen, um das Uebersteigen zu verhindern; vgl. auch Spalier u. Staket. Sprachgitter für Mönche u. Nonnen, engl. galiléea, s. Kloster. thek Heidelberg DFC

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 458Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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