Glaspapier, n., frz. papier m. verré, engl. glasspaper. Man kann dasselbe auf folgende Weise fertigen: Eine Quantität zerbrochenes Fensterglas zerstößt man in einem eisernen Mörser, befestigt ein Stück festes Papier auf einem Bret, bimst es ab und bestreicht es mit dünnem, klarem Leim. Hierauf siebt man das Glas darauf, läßt es im Schatten gehörig trocknen und schüttet das überflüssige Glas herunter. Nach zwei oder drei Tagen kann man es schon zum Schleifen benutzen. Aehnlich gebraucht u. ähnlich erzeugt ist Glaskattun und Glasleinwand, frz. toilejothek Heidelberg DFC Verre⸗ f., engl. glass-Cloth. Jedenfalls ist für feinere Sachen das Glaspapapier dem Sandpapier vorzuziehen.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 466Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei