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Haus & KücheBau-Lexikon 1881

Glasur, k., I. frz. glagure, f., vernis, m., couverte, f., engl. glaze, glazing, gloss, glasähnlicher Ueberzug. Man unterscheidet leichtflüssige G., frz. vernis, engl. easely fusible glaze, und strengflüssige G., frz. Couverte, engl. refractory glaze. 1. Auf Porzellan: bereitet aus einer Mischung von Porzellanscherben, Quarz und ungebranntem Gips. Man reibt Alles zu Pulver und streicht dies als Brei auf das Porzellan. 2. Auf Steingut: aus gewöhnlichem Kochsalz, womit man die Gefäße bestreicht, oder es nur beim Brennen in den Ofen wirft. 3. Auf gelbes VERSTIATS- igi i-hei Steingut: 6 Th. Kieselsteine, 2 Th. Glätte, 2 Th. Spießglasoxyd und 1 Theil Laugensalz werden gepulvert und mit Wasser angemacht. 4. Auf gewöhnliche Töpfergefäße Bleiglätte mit Spießglanz etc. Alle diese sowie ähnliche Glafuren erhalten durch Metalloxyde verschiedene Farben. 5. Ueber Glasiren der Ziegel s. unter Dachziegel, Fliese, Kachel u. Ziegel. 6. Auf Eisenröhren, s. unter Eisen. — II. (Mal.), frz. glacis, m., engl. glazing, s. v. w. Lasur, Lasirung, durchsichtiger Farbüberzug.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 467Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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