Feedgrün
NaturlehreBau-Lexikon 1881

grün, adj., frz. vert, engl. green. A. Grün als Farbe. 1. (Herald.) in Wappen wird Grün (Bronze)srz. sinople, durch Striche, die von der Rechten zur Linken (heraldisch gesagt, von der Linken zur Rechten) steigen, d, oder auch durch Gr. V. O, bezeichnet. — 2. In der Symbolik be-1 zeichnet G. Hoffnung, Freundlichkeit, Schutz der Armen, Freude und Schönheit. B. Grüne Färbungsmittel. Die wichtigsten gen Färbemittel (theils mit Oel, theils mit Leim angemacht) sind: I. Kupfergrün, zum Theil arsenikhaltig. a) Grünspan od. basisch-essigsaures Kupferoxyd, frz. verdet, vertde-gris, engl. verdegris, verfertigt man theils aus Essig, theils aus Weintrebern, durch welche man Kupfer zerfressen läßt. Der mit Essig bereitete hat weingrüne, der mittels Trebern gewonnene schöne blaugrüne Färbung. b) Krystallisirten Grünspan (schöner als der gewöhnliche), frz. vert en grappes, cristaux de Venus, erhält man durch Kochen des basisch-essigsauren Kupferoxyds mit Essig. Der Grünspan muß jederzeit einen Zusatz von Bleiweiß erhalten, da er sonst zu wenig deckt. Behufs Verwendung als Leimfarbe muß er vorher mit Weinsteinrahm verbunden werden. c) Schweinfurter G. Doppelsalz aus 1 Atom essigsauren und 3 Atomen arseniksauren Kupfers. Das ganz dunkle wird destillirtes od. gereinigtes genannt; deckt nicht vollkommen, kommt auch als Neugrün, Metis⸗

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 537Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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