Foreland (North- und South-), zwei Kaps an der Südostküste Englands, Grafschaft Kent, beide für die Seefahrer von großer Wichtigkeit. Das erstere, an der Nordostecke von Kent, erhebt sich zwischen Margate und Ramsgate am Ende der Halbinsel, welche im S. der Themsebai liegt, in 51˙ 28“ nördl. Br. und 1 26“ östl. L. (von Greenwich) eund von der Nordseite der Insel Thanet die Seefront bildet, 18—36 mhoch. Das Licht eines 26 m hohen Leuchtturms befindet sich in 58 Das zweite liegt 26 km südlicher, etwas östlich von Dover, gegenüber von dem 28,4 km entfernten 3franz. Kap Gris-Nez, in den Pas-de-Calais vortre⸗ „tend. In 51° 8 23“ nördl. Br. und 1 22“ östl. L. (von Greenwich) zeigen zwei Leuchttürme von 21 und 15 m Höhe ihr Feuer in 113 und 84m Höhe über Hochwasser. An der Küste zwischen beiden Kaps ziehen sich die Downs genannten zahlreichen Bänke hin, in deren Zwischenkanälen wohl ein Schiff ankern kann; der gewöhnlich Downs genannte Kanal befindet sich bei der Stadt Deal, zwischen Walmer-Castle und dem nördl. Teile der Stadt. I sind Fische aus der Familie der Lachse (Salmonida), welche viele, zum Teil das Meer bewohnende Arten enthält und sich durch eine strahlen-Dus Bereunn hinter der einfachen Rückenflosse und die Begrenzung der Mundspalte in ihrem hintern Teile durch den Oberkiefer von den übrigen Weichflossern mit weichen Flossenstrahlen (Malacopterygii), Bauchflossen und offenem Schlundgange der Schwimmblase (Physostomi) unterscheiden. Die eigentlichen F., welche man in mehrere Untergattungen zerfällt, dann wieder unter dem Gattungsnamen Trutta mit Unrecht von den echten Lachsen getrennt hat, besitzen auf dem hintern Stiel des Pflugscharbeins viele Zähne, welche im Alter oft verloren gehen, während bei den eigentlichen Lachsen (Salmo) auf dem kurzen Stiel des Pflugscharbeins niemals — sitzen. Die F. sind gefleckt und halten sich in klaren, kühlen Gebirgswassern auf. Sie schwimmen schnell, sind scheu und vorsichtig, verhalten sich gegen schwächere kleinere Fische als Raubtiere und zeichnen sich durch ein besonders schmackhaftes und zartes Fleisch aus. Man fängt sie meist mit der ngel und zwar, da sie gern nach Insekten springen, mit künstlichen Fliegen, was große Geschicklichkeit erfordert, oder mit Wurmködern im Mittelwasser und auf dem Grunde. „Die bekannteste Art ist die Bachforelle (Salmo Fario), welche die Gebirgsbäche des mittlern und nördl. Europa bewohnt, auf dem Rücken mit schwarzen, an den Seiten mit roten Flecken gezeichnet, auch zuweilen ganz einfarbig ist und meistens nur 15—30 em lang, selten bedeutend größer wird. (Sierzu Abbildung auf Tafel: Fis che I, Fig. 11.) Die Zartheit und Schmackhaftigkeit ihres leisches ist bekannt; am vollkommensten ist sie im Mai. Man züchtet sie in klaren Waldbächen und Teichen, wo sie bis 7,5 kg erreichen können, während sonst F. von 0,50 bis 0,75 Kkg als groß gelten. Die abweichenden Färbungen haben die Aufstellung einer Menge von Spielarten veranlaßt. Außerdem gehören noch zu den eigentlichen F. in Mitteleuropa: die Seeforelle (Salmo lacustris) in fast allen Alpenseen, die bis 20 kg schwer werden kann, und die Meerforelle oder Lachsforelle Norddeuts chlands (Salmo trutta), welche höchstens 15 kg erreicht, die Nord⸗ und Ostsee bewohnt, und, wie der Lachs, zum aichen in die Flüsse aufsteigt, ohne indes so hoch wie der Lachs hinaufzuwandern. Über die Grenzen und die Berechtigung der einzelnen Arten herrschen gerade hinsichtlich der F. viele Zweifel unter den Naturforschern. Manche gewichtige Autoritäten nehmen nur eine einzige Art an und glauben, daß die hier angeführten, sowie die vielen in andern Gegenden unterschiedenen nur durch Aufenthalt, Nahrung u. s. w. modifiziert worden sind. Die künstliche Züchtung scheint für diese Ansicht zu sprechen, indem die aus Eiern gezogenen Seeforellen im Laufe der Generationen allmählich den Bachforellen ähnlich werden.