Formes (Ernst), Komiker, Sohn von Karl Johann F., geb. 30. Jan. 1841 zu Mühlheim a. debütierte 1858 in Hanau, spielte dann in Basel und begann von hier aus ein Wanderleben, bis er 1861 am breslauer Stadttheater eine feste Stellun fand. Im J. 1863 ging er zu Treumann na Wien, von hier 1865 ans Hoftheater zu Wiesbaden und 1868 nach Berlin, wo er, na Lalsner-Wirksamkeit am Krollschen Theater, am Wallner-Theater seinen Ruf als Charakterkomiker begründete. Trotz der günstigen Verhältnisse, unter denen F. hier wirkte, nahm er 1878 ein Engagement am dresdener Hoftheater und noch in demselben Jahre ein solches am hamburger Thaliatheater an. ormey (Joh. Heinr. Sam.), philos. und theol. Schriftsteller, geb. zu Berlin 31. Mai 1711, aus einer Familie franz. Réfugiés stammend, widmete sich der Theologie und ward noch vor seinem 20. Jahre 9urg. 1 der franz.⸗reform. Gemeinde zu Brandenburg, 1737 Professor der Beredsamkeit und 1739 Professor der Philosophie am franz. Gymnasium in Berlin. Außer Kobreu übersetzungen Ra er seit 1733 mit Beausobre und später mit de Mauclerc die Bibliothèque germanique⸗ (25 Bde.) und dann die »Nouvelle bibliothèque germaniques (25 Bde.) heraus. Mit Pérard schrieb ein Journal littéraire de PAllemagnes (2 Bde.), ferner ein Journal Minerve et Mercurev. Bei der neuen Organisation der berliner Akademie wurde er von Maupertuis zum Sekretär und Historiographen derselben vorgeschlagen, und als 1748 die verschiedenen Sekretariate vereinigt wurden, erhielt er die Verwaltung derselben mit dem Titel eines beständigen Sekretärs. Er schrieb über Kirchengeschichte (1763), über Physik (1770), einen „Anti-Emilo (1762—64) und Memoiren und Auszüge zur Geschichte der Akademie (4 Bde., 1761). Auch verfaßte er moralische (1765) und philos. Ab⸗ (1746), 46 Lobreden, eine Encyclopédie portativen u. s. w. Im J. 1778 erhielt er noch die Stelle eines Sekretärs bei der Prinzessin Henriette Marie; 1788 ward er Direktor der philos. Klasse an der Akademie. F. starb 7. März 1797 in Berlin.