Foureroya, von Ventenat zu Ehren Fourcroys, eines der Begründer der neuern chem. Nomenklatur, aufgestellte Amaryllideengattung, welche eigentlich nur als Untergattung von Agave zu betrachten und von dieser nur durch eine kleine Abweichung im Bau der Blütenorgane verschieden ist. Obschon mehr kraut- als strauchartiger Natur, erreicht sie doch sehr ansehnliche Dimensionen, und einige ihrer Arten werden wegen ihres pittoresten Habitus in Gewächshäusern unterhalten. Besondere Erwähnung verdienen zwei Arten: F. gigantea, auf den Antillen einheimisch, mit einem etwa Im hohen Stamme, der eine mächtige, rundliche Krone 1,60 m langer, fleischiger, lebhaft grüner, dornig gezähnter Blätter trägt, aus deren Mitte“ sich ein 6m hoher, oft weit höherer Blütenschaft mit einer riesigen, stark verästelten Rispe hängender, lilienartiger Blumen erhebt; und F. Jongaeva, von Karwins in dem gebirgigen Mexiko entdeckt, ist von mehr baumartigem Wuchse und hat einen holzigen, einer Hucca ähnlichen Stamm, der an heämallichen Standorten bis 16 m hoch werden soll, ganzrandige Blätter hat und eine endständige 12 m hohe pyramidale Rispe mit außen grünlichen, innen weißlichen Blumen. In den angegebenen Dimensionen würden diese malerischen Pflanzen in Gewächshäusern und Wintergärten bald unbequem, ja unmöglich werden; jedoch dauert es lange Jahre, ehe sich der Blütenschaft entwickelt, und bis dahin lohnt es sich ihrer mächtigen Blätterkrone wegen wohl der Mühe, sie in großen Töpfen und Kübeln zu unterhalten. (spinstfaser. Toureroye, eine dem Aloéhanf verwandte Ge⸗