Fowler (John), engl. Ingenieur, geb. 1817 in Sheffield, war, nachdem er seine wissenschaftliche Vorbildung vollendet, eine Zeit lang unter der Leitung des die eroßen Barserreser Leather thätig, der damals die großen Wasserreservoirs für Sheffield konstruierte. In der Folge widmete er sich mit besonderm Eifer dem Eisenbahnbau. So übernahm er die Vorarbeiten für die Linie Stourbridge-Birmingham, welche auch, nachdem Brunel die Ausführung begonnen, durch ihn beendet wurde. Im J. 1844 wurde er +— für den Bahnkomplex Manchester-Sheffield-Lincolnshire. Seine großartigste Leistung auf dem betreffenden Gebiet ist der Bau der unterirdischen Eisenbahn in London, für welche er nach seinem Entwurf eine eigentümliche Lokomotive baute. Außerdem beschäftigte er sich mit der Konstruktion von Docks, sowie mit dem Bau von Straßenlokomotiven eigenen Systems für landwirtschaftliche und nachmals Zwecke. Er wendete zuerst bei seinem nachmals zu großer Vollkommenheit ausgebildeten Dampfd10 das Drahtseil an und führte damit dieses für die Maschinentechnik so wichtig gewordene Betriebsmittel nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in der gesamten Industrie ein. F. war auch beraten- und Chefingenieur der ägypt. Regierung. Jowlersche Tropfen, Fow lersche Lösung (Solutio arsenicalis Fowleri), ist im wesentlichen eine Lösung von arsenigsaurem Kali (s. u. Arsen). Die 1882 erschienene zweite Auflage der Deutschen Pharmakopöe hat die Vorschrift zur Bereitung dieses Präparats, Liquor kali arsenicosi, wesentlich abgeändert. Nach derselben wird 1 Teil arsenige Säure, 1 Teil Uuht, Disall Kali und 1 Teil Wasser zum Sieden erhitzt, bis alles gelöst ist, darauf werden 40 Teile Wasser zugefügt, nach dem Erkalten werden 15 Teile Spiritus Melissae compositus zugesetzt und das Ganze mit Wasser so weit verdünnt, bis sein Gewicht 100 Teile beträgt. Nach der frühern Vorschrift, welche sich im Art. Arsend (Bd. II, S. 9⸗) findet, betrug die Verdünnung das 90fache vom Gewicht der arsenigen Säure.